Vom dummen August

Veröffentlicht von DeHejner am

Oder wie wir unsere Rennen selbst gestalten. Denn stellt euch vor es ist August und du bist zu einem Wettkampf angemeldet. Und eine Woche vor dem Wettkampf fegt ein Unwetter über den Wald und macht die Strecke kaputt. Was macht der Veranstalter? Er sagt das Rennen ab. Doof nur, wenn du dich darauf gefreut hast und es dein erster Lauf überhaupt auf einer Distanz gewesen wäre. So ging ergangen ist es Martina mit ihrem Halbmarathon Debüt beim Koberstädter Waldmarathon in Egelsbach. Da es zeitlich aber nun mal nur an diesem Wochenende ging und die Strecken bei uns in Ordnung waren, durfte sie kurzerhand eine meiner Hausrunden um den Heldenfriedhof in Bensheim laufen. Und nicht nur hat sie damit ihre ersten 21,1 Kilometer hinter sich gebracht, nein sie hat auch gleich ein Krönchen auf einem Segment eingesammelt. https://www.strava.com/activities/2649599472 Nachdem sie morgens gleich früh losgelaufen war, haben die Kinder und ich den Zielbereich ein wenig vorbereitet und die Ankunft wie bei einem echten Rennen gestaltet. Es gab Isodrink und Obst und eine ordentliche Ziellinie. Und natürlich am Ende ein Zieleinlauf mit jubelnden Fans und Fotografen!

Zum Thema Laufen gibt es von meiner Seite gar nicht so viel zu berichten. Die Vorbereiten für den Marathon gehen gut voran. Ich habe mittlerweile gelernt was Zeiten auf Trainingsplänen zu bedeuten haben und versuche nicht mehr 800 Meter Zeiten auf 1000 Meter zu schaffen. Das war etwas heftig! Die langen Dinger am Wochenende machen wir wieder richtig Spaß und ich gewöhne mich wieder an die Entspannung und die Zeit, die man dafür brauch. Aber auch die kurzen, knackigen sind witzig und eine gute Vorbereitung für den Fischerfestlauf gewesen aber auch für den 10 Freunde Triathlon in Darmstadt. Bei meinem 1. Koppellauf habe ich mir ein Krönchen in der Heimat wieder geholt. Wollte ich eigentlich gar nicht, aber es war so ein toller Lauf bei dem alles passte. Tempo ist manchmal halt doch auch mal geil! Insgesamt waren es im August dann rund 250 Kilometer zu Fuß und 150 Kilometer mit dem Rad. Alles in Allem ein gutes Ergebnis.

Gelaufen bin ich auch ein wenig in Sankt Petersburg. Fünf Tage war ich beruflich dort vor Ort und habe jede Menge Kilo auf die Waage und Kilometer auf die Schuhsohlen gebracht. Die Stadt ist schon toll. Sehr viele wunderschöne Gebäude und nette Menschen. Verändert hatte sich gar nicht so viel in den drei Jahren seit dem ich das letzte Mal dort war. Aber so konnte ich meinen Kollegen/innen wenigstens auch ab und zu etwas zeigen und wir waren nicht die ganze Zeit auf unsere russische Kollegen angewiesen, die sich super um uns gekümmert und uns mit viel Geduld den kulinarischen Köstlichkeiten näher gebracht hat.

Hammel Usbekischer Art mit viel Knoblauch

Seit Anfang August ist aber noch mehr passiert. Nicht dass wir bereits davor schon sehr bewusst auf unser Essen geschaut haben und versuchen an jeder Ecke Müll zu vermeiden. Es waren immer mehr kleine Dinge, die sich mittlerweile aber zu ganz vielen angesammelt haben. Obst und Gemüse kaufen wir schon seit sehr lange Zeit fast ausschließlich beim Hofladen direkt gegenüber. Fleisch gibt es für Martina und mich nur noch selten und wenn dann zumeist sehr bewusst. Bei den Kindern versuchen wir auch den Anteil an konventionellen Wurstwaren zu reduzieren und mehr Dinge selbst zu machen. Meine Chicken Nuggets aus frischer Hähnchenbrust und eigenen Eiern waren der Renner! Doch auch beim Einkaufen im Supermarkt nutzen wir die Möglichkeit mitgebrachte Behälter statt Plastik zu nehmen. Bei der Wahl andere Produkte gelangt zumeist die Bio Variante in den Einkaufskorb und bei vielen Dingen verzichten wir fast komplett. Gerade im Sommer ist es leicht mit ein wenig Garten doch einiges selbst anzubauen. Ein bisschen lernen müssen wir noch bei den Gurken, aber Tomaten und Zucchini sind im Moment ausreichend vorhanden. Wasser gibt es schon seit langer Zeit nur noch aus der Leitung und für den Teil wenn die Kinder mal etwas Sprudel wollen, dann aus Glasflaschen. Es ist noch ein sehr weiter Weg und es gibt immer noch Dinge zu verbessern. Aber wir sind bereit ihn zu gehen und unseren kleinen Beitrag zu leisten, auch wenn es manchmal bedeutet zu verzichten. Verzichtet habe ich übrigens im August sehr sehr viel aufs Auto. Bis auf die Reise nach Sankt Petersburg – den Koffer konnte ich nicht auf dem Rad transportieren – stand es glaube ich fast den ganzen Monat nur im Hof rum. Und meine Beine hat es gefreut, denn die 19 Kilometer nach Darmstadt sind gutes Training für den 10 Freunde Triathlon am 1. September gewesen. Wie der gelaufen ist werdet ihr in Kürze hier lesen können.

Der Blog, der sich von reinen Laufberichten zu Lebensgewohnheiten ändert…


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