Fischerfestlauf 2019

Veröffentlicht von DeHejner am

Am Samstag, den 3. August 2019 war es wieder soweit. Vor fünf Jahren stand ich das erste Mal ziemlich aufgeregt auf dem Sportplatz in Gernsheim. Mein erster Wettkampf, auch wenn es damals nur über die vier Kilometer Distanz ging, war es für mich ein großes Ding. Immer noch etwas aufgeregt bin ich auch dieses Jahr wieder an den Start gegangen, zehn Kilometer. Und eigentlich passte alles ganz gut: Das Wetter war toll. Das Training war gut – auch wenn ich mich nicht direkt auf die 10er Distanz vorbereitet habe. Nur der Hals juckte ein wenig. Aber ich fühlte mich super. Wir waren diesmal nur mit der kleinen Supportgruppe angereist, die #RunningWithTwins und Mama. Zusammen holten wir die Startunterlagen ab und dann gingen die drei auch schon auf den Festplatz um ein wenig Reitschul zu fahren – um die 45 Minuten gab ich mal als Zielzeit an, da sie den „schnellen Papa“ ja ganz gerne beim Zieleinlauf sehen wollen. Ich tümmelte mich die 30 Minuten vor dem Start noch auf dem Sportplatz rum, applaudierte den Walker*innen bei ihrer Ankunft im Stadium und hoppelte die Muskeln ein wenig warm. Fünf Minuten wurde dann der Start nach hinten verschoben, da noch eine Walkerin auf der Strecke war, denn och standen bereits alle Läufer schon an der Startlinie und jubelten ihr zu. Tolle Stimmung.

30 Sekunden noch. Die Uhr hatte ihr GPS Signal gefunden. Peng! Los ging es und obwohl ich eigentlich dachte ich wäre weit genug vorne gewesen, waren die ersten 300 Meter gefühlt ein Spießrutenlauf, da ist irgendwas schief gelaufen bei meiner Position. Aber ich kam gut aus dem Station raus und dann auf den bekannten Weg entlang der Bach in Richtung Innenstadt. Meine Uhr brüllte mich zwar an, dass irgendwas mit meinem Puls nicht stimmen würde, aber da es mir gefühlt gut ging vertraute ich meinem Körper. Laut Polar bin ich mit einer Herzfrequenz von 185 bis 200 gelaufen. Das habe ich selbst bei härtesten Tempoeinheiten nie geschafft. Körpergefühl: gut. Mittlerweile hatte sich hier eine Gruppe von ca. 7 Läufern gefunden, die alle ein gutes Tempo liefen (4:17; 4:12) und mit einem 4:25er Schnitt kamen wir dann auch in der Innenstadt an und liefen dort unsere Runden. Die Stimmung hier wie immer grandios. Durch die drei Runden mischt sich die Läufergruppe ordentlich durch und es wird ziemlich voll. Aber die Straßen waren an den meisten Stellen breit genug und wir kamen mit unserer Gruppe gut durch. Man wollte mich hier schon für das Team Brille abwerben aber keine Chance, ich werde meinem #RunningWithTwins Team treu bleiben. Nach drei Runden ging es dann schon wieder in Richtung Ziel, die Zeit war bis dahin super schnell verflogen. Meine Uhr brüllte mich wegen meines Pulses immer noch an aber ich fühlte mich weiter gut und wenn es nach sieben Kilometer immer noch gut ist, ist es gut.

Von der Innenstadt zurück zum Station

Jetzt wurde es auch wieder ruhiger. Ich versuchte ein wenig Tempo zu machen und noch etwas heraus zu holen. So richtig die Übersicht hatte ich nicht, wo ich genau landen würde. Vielleicht muss ich mich hier mal mit meiner Uhr beschäftigen, ob sie mir so etwas wie eine Zielzeit anbietet, wäre bestimmt spannend. Zu zweit setzten wir uns nun ein wenig von der Gruppe ab und kamen wieder am Bauhof vorbei auf den geschotterten Weg. Entlang der Bach zogen wir nochmal auf dem letzten Kilometer das Tempo weiter an und dann hörte ich schon die Ansagen im Station der vor mir Einlaufenden. Auf die Uhr schauend merkte ich, dass wir echt zügig unterwegs waren, hoffentlich hatte es meine Familie rechtzeitig geschafft. Und ja, als ich auf die Zielgerade einbog, sah ich sie am Rand stehen. Endspurt oder doch kurzer Abstecher zu den Meinen, die da am Rand jubelten? Ich entschied mich für die Meinen und bog kurz an den Rand ab, winkte und klatschte zu.

Da freut sich jemand ein Loch in den Bauch

Doch dann packte mich der Ehrgeiz und ich zog einen kleinen Sprint an, das hatte ich in den letzten zwei Wochen ja ganz gut bei meinen Trainings geübt (10x 100m Sprints während der Einheiten und so). Kurz vor dem Ziel hatte ich dann meinen Laufbuddy wieder eingeholt, ich klopfte ihm auf den Rücken und motivierte ihn auch zu einem Sprint, den er dann gut und fair für sich entscheiden konnte. 42 Minuten standen am Ende auf meiner Uhr. Sehr zufrieden! Auch wenn ich die Zeit von Darmstadt nicht ganz geschafft habe. Aber das lag auch daran, dass ich beim Start einiges an Zeit verloren habe ich durch dir langsame Runde im Station und auch bei den Runden in der Innenstadt ich oft zum Überholen sehr weit ausholen musste. Mit etwas mehr Ehrgeiz und einem wirklichen Ziel eine neue PB zu laufen, hätte da etwas drin sein können. Unter den Umständen mit denen ich an den Start bin aber alles perfekt! Jetzt schnell noch einen Liter Wasser in mich reinschütten und wie bei den meisten Wettkämpfen das Dehnen vergessen.

https://flow.polar.com/training/analysis/3730367311

https://www.strava.com/activities/2587768179

Nach dem Lauf ging es dann erstmal umziehen und ab aufs Fischerfest. Mit Bratwurst, Steak und Pommes versorgten die Kinder ihren Hunger und ich durfte Brötchen und Reste essen. Immerhin hatten sie mir etwas Popcorn übrig gelassen. Ein wenig Riesenrad fahren bzw. zuschauen und andere Aktivitäten bewundern gehörte genauso dazu wie auch ein leckeres Softeis für den Heimweg. Am nächsten Morgen stand für mich ja dann direkt der nächste lange Lauf auf dem Programm.


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.