Huhn mal anders

Veröffentlicht von DeHejner am

Am letzten Freitag haben wir unsere kleine Jo im Freigehege beobachtet. Sie saß sehr aufgeplustert in er Ecke rum und hatte ganz weißlich-gelbe Kehllappen. Eigentlich kein gutes Zeichen für ein Hühnchen. Beim Hochheben mussten wir dann feststellen, dass sie einen ganz aufgeblähten Bauch hatte. Also erstmal Suchmaschinen bemüht und Foren konsultiert und das was wir dort gelesen haben, war nicht wirklich fein:

  • Bauchwasser(sucht)
  • Schichteier
  • Legenot

Für letzteres konnten wir selbst noch nachgucken. Also das gute Öl geholt, etwas auf den Finger und ganz vorsichtig in den Hintern geschaut. Leider war dort nichts zu fühlen, denn Legenot hätte man mit etwas Öl selbst behandeln können. Da es mittlerweile schon Freitag Spätabend war, entschlossen wir uns bis zum nächsten Tag zu warten und haben sie mir Vitaminen versorgt in den Stall gesetzt.

Leider wurde es über Nacht nicht besser und so machten wir uns auf die Suche nach einem Tierarzt, der zum einen Samstag offen hatte und zum anderen sich auch etwas mit Hühnern auskennt. Leider ist es so, dass Hühner als Haustiere immer noch eine Seltenheit sind und bei den Preisen der Gang zum Arzt ganz leicht die Anschaffungskosten übersteigt. Aber für unsere Jo war uns das egal und so sind wir in der Tierarztpraxis Seeheim gelandet. Auch dort wurde ersteinmal noch auf Legenot untersucht, dann aber beim Abtasten gefühlt, dass es das nicht sein kann. Also weiter in Richtung Schichteier und hierfür war es nötig zu Röntgen. Unsere Jo hat dies ganz Modellhaft mitgemacht und super ruhig gestanden bei den Aufnahmen:

Huhn_Roentgenbild_Jo

Daran konnte man gut erkennen, dass sie zum Glück keine Schichteier aufgebaut hatte. Der helle Fleck auf der linken Seite ist der Muskelmagen mit etwas Grit drin, ansonsten alles recht hell und dies zeigt sehr deutlich, dass der gesamte Bauchraum mit Wasser gefüllt ist. Hinten rechts (unten) kann man noch den Legedarm erkennen, mit wenigen kleinen Luftbläschen.

Zur Behandlung bekommt sie nun Antibiotika, Vitamine, Eiweißpulver und Traubenzucker als Lösung verabreicht. Wegen des Antibiotika dürfen wir zwar die Eier (sofern wir sie nicht eindeutig einem anderen Huhn zuordnen können) die nächsten drei Wochen nicht essen, aber das können wir verkraften. Mit zwei Besuchen beim Arzt sind wir bei rund 70,- Euro Behandlungskosten gelandet, aber das ist uns unsere Jo Wert!


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.