Sportlicher September 2022

Veröffentlicht von DeHejner am

Das Jahr war bisher nicht sonderlich von sportlichen Höhepunkten geprägt. Lediglich den Wings For Life World Run virtuell, alleine und der Frankensteinlauf als richtiger Lauf mit Menschen, die neben einen stehen. Ich war und bin nie ein Fan von großen Veranstaltungen und mein Training mache ich am liebsten alleine im Feld oder Wald, aber so ein paar sportliche Herausforderungen bei denen man mit anderen mal um die Wette rennt, sind ganz nett. Nicht um unbedingt etwas zu gewinnen oder sich mit den anderen zu sehr zu messen, nein, mir geht es hier viel mehr darum mich herauszufordern, denn nur wenn andere mit auf der Strecke sind, habe ich die richtige Motivation auch mal etwas mehr zu wagen. Ihr kennt das sicherlich, wenn da nu so 50 Meter vor einem jemand läuft, der Drang, das urinstinktive Bedürfnis aufzuholen, einzuholen und zu überholen. Doch ein klein wenig schneller zu sein. Das gibt es nur im Wettkampf. Und ja, auch das macht Spaß.

10 Freunde sollt ihr sein. Das waren wir auch. Und wir haben uns wie jedes Jahr in Darmstadt am Nordbad getroffen, um uns beim Schwimmen, Radeln und Laufen die Astralleiber zu schinden. Und wie das so ist, wenn man mit dem Training nicht so zurecht kommt, dann rüstet man am Equipment etwas auf. Dieses Jahr bin ich erstmals mit einem Triathlonanzug gestartet. Das ähnelte zwar eher dem Typ Presswurst und sah weniger aus wie man dies von den Profis aus dem Fernsehen kennt, aber ich hoffte damit etwas Zeit in der Wechselzone zu gewinnen. Mit der Fehleinschätzung lag ich goldrichtig, ich habe keine Sekunde Zeit gut gemacht, aber vielleicht lag das auch eher daran, dass wir einen ziemlich miesen Platz für die Wechselzone hatten und zweimal ums Eck Laufen mussten. Schwimmen war wie jedes Jahr phänomenal schlecht, da wird sich auch nichts dran ändern, es sei denn ich – ach lassen wir das mit dem Schwimmkurs. Dafür hat Radeln dieses Jahr echt Laune gemacht, ziemlich zum Anfang habe ich Dirk aus meinem Team getroffen und wir haben uns super gut im Windschatten abgewechselt, das hat enorm Kraft gespart und sich gut in der Geschwindigkeit ausgewirkt. Den Wechsel zum Laufen hatte ich ja die Woche vorher gut geübt und der klappte auch gut. Merkwürdigerweise hat der Kopf beim Rennen aber nicht so frei gemacht wie die letzten Jahre und ich hatte irgendwie das Gefühl schon schnell unterwegs zu sein, bin aber mit fast zwei Minuten auf die 4 Kilometer langsamer gewesen als die Jahre zuvor. Das ist zwar immer noch eine gute Pace (4:25) aber halt gut 25 Sekunden langsamer. Insgesamt allerdings sehr zufrieden und das Stück Apfelkuchen am Ende hat für vieles entschädigt.

Sportlich sollte es dann am Ende des Monats noch einmal weiter gehen, zwei Wochen Regenration sind auch vollkommen ausreichend. Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja irgendwo on der Gegend einen Marathon laufen. Eigentlich. Da dies aber aus vielfältigen Gründen irgendwie so gar nicht klappte, habe ich mich recht spontan für den Jog and Rock Halbmarathon gemeldet. Die neue Lokation im Weiherhausstadion mit der Streckenführung über Niederwaldsee, Heldenfriedhof bis Industriegebiet gefiel mir sehr gut. Was mir nicht ganz so gefiel war dann das Wetter an den Tagen zuvor und am Wettkampftag selbst. Dennoch war ich mutig und habe auf eine Regenjacke verzichtet: Kurze Hose, Unterhemd, Trikot und ein paar Sleeves für die Arme mussten ausreichen, ebenso eine flexible Mütze mit Schild, um den Regen etwas aus den Augen zu halten. Diese Rechnung ging auf auch wenn ich das die 30 Minuten vor dem Start massiv verflucht habe. Mein Training und Gefühl sagte mir, dass ich mich eher pessimistisch in die Mitte des Startfeldes einreihen sollte, was dazu führte, dass die erste Runde im Stadion und raus über den Kreisel etwas hakelig war, auf dem freien Feld konnte ich mich dann aber gut einsortieren und wir hatten recht schnell eine kleine Gruppe von rund fünf bis zehn Personen, die alle den gleichen Rhythmus hatten. Das ging sehr gut bis zum Niederwaldsee, dort wurde es ganz gut matschig und es war schwer das Tempo zu halten. So musste ich ein paar hinter mir lassen aber auch ein paar nach vorne ziehen lassen. Ab und an leichter Nieselregen machte die Sache nicht angenehmer, dennoch hatte ich ein gutes Gefühl und konnte das recht schnell Anfangstempo aufrecht erhalten. Ja, ich konnte sogar die Strecke und die Landschaft genießen und mit den Streckenposten ab und an mal ein Scherzchen machen – da gab es tatsächlich jemanden, den ich mehrfach am Rand zu sehen bekam. Auf den letzten Kilometern durch Bensheim durch war dann am Rand echt einiges los, viele Menschen, die applaudiert haben, das hat ordentlich motiviert und eine richtig tolle Wettkampfstimmung bereitet. Im Stadion selbst kam dann nochmal dieses Ja-Geschafft-Gefühl auf, die Moderation, die Zuschauer und die Medaillen am Ende sorgten für eine richtig tolle Stimmung und tröstete über das miese Wetter hinweg. Alles in Allem war ich vollkommen überrascht was ich da abgeliefert habe. 1:41:29 sind gerade mal sechs Minuten langsamer als meine persönliche Bestzeit und das in diesem Jahr völlig ohne Tempotraining.

Der zweite Teil am Nachmittag galt dann ganz meinem Junior. Sein erster Wettkampf mit einer Strecke von 450 Metern als Mini Marathon I. Aufgeregt war er auch wenn er sich das nicht anmerken lassen wollte. Er hat die Tipps vom Papa aber sehr gut umgesetzt – etwas zu gut, denn ich bin ja eher der passive Wettkämpfer. 2:35 Minuten hat er für die Strecke gebraucht, die aber ganz schön rutschig und matschig war und beim nächsten mal möchte er mindestens die doppelte Strecke laufen und viel schneller werden. Zur Belohnung gab es Spezi und ein weißes Brötchen. Über das glückliche Kind am Ende mit Medaille und den ausgeschütteten Endorphinen habe ich mich sehr gefreut. Klasse fand ich aber auch, dass ich Björn, einen Freund aus meiner Jugendzeit dort getroffen habe. Das hat richtig krasse Erinnerungen wach gerufen.

Doch nicht nur sportlich ging es im September zu. Ein ganz besonderes Ereignis stand an: Einschulung der Kids. In der Woche hatte ich mir extra Urlaub genommen und das war auch gut so. Dienstag ging es früh morgens los in Richtung Kirche mit einem kleinen Gottesdienst im Freien. Dieser war sehr nett aufbereitet und kurz genug gehalten, um den Kids das Wichtigste mit auf den Weg zu geben: Gott trägt mich! Von dort aus setzte sich dann der Tross in Richtung Grundschule in Bewegung wo er auf dem Schulhof sehr herzlich empfangen wurde. Nachdem alle in ihre Klassen verteilt wurden gab es für die Verwandten, die mit waren Kaffee und Kuchen – sehr leckeren Kuchen. Vielen Dank an diejenigen aus dem Förderverein Hähnleiner Grundschule, die das auf die Beine gestellt haben. Nach gut einer Stunde war der erste Tag dann schon fast vorbei zum Abschluss sangen die Kinder der anderen Klassen noch das Schullied. Gerade pünktlich, so dass wir mit der Familie in Richtung Mittagessen pilgern konnten. Zum Abschluss des Tages trafen wir und dann für noch etwas mehr Kuchen und ganz vielen Geschenken bei uns im Hof. Zwei glückliche Kinder gingen ins Bett und waren am nächsten Tag Feuer und Flamme für die Schule. Alles richtig gemacht!

Mein Geburtstag am nächsten Tag ging durch dieses Ereignis etwas unter, aber ein wenig Zeit war dennoch, damit wir uns Nachmittags zur Vernichtung des restlichen Kuchens nochmal im Garten treffen konnten. Ein anderer Geburtstag stand dann aber zum Ende des Monats noch an und auch in der Woche habe ich mir Urlaub genommen. Am Tag selbst gab es nachmittags nur Kaffee und Kuchen (und natürlich noch mehr Geschenke), denn morgens war Schule angesagt zu welcher wir eine Kleinigkeit mitbringen durften. Am Tag danach ging es dann zum ersten Event ins Powerplay nach Zwingenberg. Vier Stunden Indoor Spielplatz mit acht Kindern und gefühlten weiteren 20 anderen Geburtstagsgruppen. Das war nicht nur für uns als Eltern super anstrengend sondern auch für die Kids. Die hatten zwar jede Menge Spaß und auch ein paar Blessuren fielen aber Abends völlig platt ins Bett. Der zweite Tag war dann etwas entspannter. Zwar die gleiche Anzahl an Kids aber wir waren bei den Sonnenkindern in Rodau und durften dort Esel säubern und dann noch mit ihnen spazieren gehen. Während dem Spaziergang gab es noch eine kleine Rallye mit vielen tollen Aufgaben und Wissensfragen. Entspannt ging es dann mit Kuchen und dem Spielplatz auf dem Gelände der Sonnenkinder weiter. Drei Tage Power-Birthday sind echt heftig für alle, ich bin gespannt wie wir das in der Zukunft weiter machen können.

Zum Ausklang des Monats hatte ich dann noch etwas Entspannung im Programm. Naja nicht wirklich aber zum dem was sonst so anstand fühlte sich die Reise nach Essen zum Teamevent an wie eine kleine Urlaubsreise auch wenn die Deutsche Bahn auf dem Rückweg mit einem Zug fällt aus nochmal etwas Spannung mit rein brachte. Der Oktober darf gerne etwas ruhiger werden, bin gespannt wie das funktioniert, wenn die Tage dunkler und kürzer werden und wie wir das was getan werden muss so in einen Tag rein packen.


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