Grand Finale December 2021

Veröffentlicht von DeHejner am

Der Dezember als letzter Monat im Jahr bringt nicht nur durch die Adventszeit etwas besinnliches mit sich. Auch die langen, dunklen Tage, die dieses Jahr durch den vielen Regen gefühlt noch viel intensiver waren als zuvor, tun ihr übriges. Man sinniert über das fast vergangenen Jahr und versucht noch einmal die Momente zusammen zu fassen, die in Erinnerung geblieben sind. Sportlich ging für mich ein intensives Jahr zu Ende. Wenn es auch kaum Wettkämpfe gab, so hatte ich mir ja doch einiges vor genommen mit meinem #streakrunning Projekt. Jeden Tag einen Lauf unter zu bekommen und zwischen Work und Life noch Sport hin bekommen, war ab und an schon anstrengend aber auf jeden Fall wertvoll. Rund 150 Liter Wasser, 100 Müsliriegel, fast 5 Paar Laufschuhe und am Ende 2 Kilogramm mehr auf der Waage ist die etwas andere Statistik. Doch nach dem einem Jahr wird Schluss sein, so viel kann ich schon verraten: Am 1. Januar 2022 bin ich nicht gelaufen. Ich möchte wieder längere Strecken laufen und in 2022 auch den einen oder anderen Marathon wieder machen. Back to Normal sozusagen. Gegen Ende, als die Tage kürzer wurden, war es vor allen Dingen schon eine stärkere mentale Belastung und ich bin froh, dass ich diese nun wieder los bin. Ich bin allerdings auch gespannt, wie mein Kopf die in den nächsten Tagen mitmachen wird.

Polar Flow Übersicht Läufe
366 Läufe, 346 Stunden, 4080 Kilometer (11km täglich), knapp 200.000 kcal & 20.000 Höhenmeter

Im Zusammenhang mit dem Laufen ging noch mein Spendenprojekt im Dezember zu Ende. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich kurz nach Weihnachten 1.300 Euro an das Kinder Palliativteam Südhessen überweisen konnte. Fast zur selben Zeit erreichte mich von Amazon die Nachricht, dass sie auch rund 1.500 Euro gesammelt haben. Wer die Smile Initiative noch nicht kennt, schaut mal vorbei. Wenn man schon unbedingt dort kaufen muss, dann kann man zumindest noch etwas unterstützen. An dieser Stelle aber noch einmal ganz Herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen!

Über Corona möchte ich an dieser Stelle nicht mehr viel schreiben, ich habe in den sozialen Medien bereits oft genug meine Meinung vertreten. Dies kam nicht immer gut an aber damit kann ich gut leben. Und da wir alle geimpft sind und uns selbstverantwortlich einschränken, haben wir uns an Silvester nur im ganz kleinen (Teil-)Freundeskreis zum Lagerfeuer mit Stockbrot getroffen. Der Abend war echt herrlich und fühlte sich so normal an auch wenn nicht alle teilnehmen konnten, die sonst dabei wären. Silvester endete für die Kinder um acht und für uns um halb elf aber wir haben gelernt, dass es irgendwie gar nicht auf die Uhrzeit ankommt. Was zählt ist das Zusammensein. Für alle, die sich übrigens nicht ans Böllerverbot halten wollen, aber keine Lust haben, echte Böller zu schießen, empfehle ich übrigens zum Mittagessen ein Silvester-Böller-Speciale: Ein paar Zwiebelchen anbraten, Topinambur in kleinen Würfel dazu und mit braten. Nach ca. 10 Minuten Wirsing hinzufügen und das ganze weitere 5 Minuten dünsten. Kurz vor Ende noch Kidney Bohnen dazu und diese zusammen mit etwas Tomatenmark warm werden lassen. Mit Kreuzkümmel quasi mexikanisch abschmecken. Gegen Abend wird man dann feststellen, ja das böllert. Vielleicht nur zu empfehlen, wenn man den Besuch am Abend gut kennt.

Zusammen waren wir auch an Weihnachten im kleinen Kreis der Familie und an den Tagen danach dann mit Oma und Opa aus Bayern. Darauf hatten sich alle schon lange gefreut. Wir haben zusammen ganz viel Zeit im Freien verbracht auch wenn das Wetter nicht immer so richtig mitgespielt hat. Aber wann hat das Wetter dieses Jahr eigentlich irgendwann mal mitgespielt oder sich an das gehalten, was vorhergesagt wurde? Das ist für mich irgendwie der Rote Faden, der sich durch das ganze Jahr zieht. Beschissenes Wetter. Ich weiß schon gar nicht mehr wie die Feldwege im trockenen Zustand aussehen, überall ist es matschig und babbisch wie wir in Südhessen zu sagen pflegen. Und so waren auch die meisten kleinen Wanderungen, die wir mit den Kids gemacht haben. Wir kennen mittlerweile viele Stellen im Gernsheimer Wald und wissen wo es an welcher Kreuzung in welche Richtung geht. Wir sind sogar vom Sperbergrund in Alsbach in Richtung Schloss hoch gelaufen auch wenn dieser Tag unter einem ganz besonders launigem Stern stand. Die liebste Strecke, die die Kinder mögen ist Commoder Weg und dann irgendwann links hoch auf den Herrenweg und wieder zurück zum Schloss. Dort kennen wir mittlerweile viele Bäume und kleine Höhlen und wissen nun auch wo ein Feuersalamander sein zu Hause hat. Zwei Ausflüge während der Ferien waren aber dann doch irgendwie besonders. Zum einen haben wir das Urpferdchen in der Grube Messel besucht und sind auf der spannenden, virtuellen Reise ins Bohrloch ein wenig kribbelig geworden. Zum anderen waren wir zum ersten Mal im Basinus Bad in Bensheim gewesen. Die Mädels haben die Wasserrutsche ausprobiert, für gut befunden und waren fast nicht mehr davon weg zu bekommen. Währenddessen sind die Jungs im Variobecken geplantscht und haben die Welt im Babybecken untersucht. Zusammen konnten wir dann noch ein paar Runden im extrem abwechslungsreichen Becken mit Gegenstromanlage und verschiedenen Unterwasserdüsen drehen. Auch das Konzept im Schwimmerbecken hat mich überzeugt und, auch wenn es recht voll war, hat es echt Spaß gemacht eine knappe halbe Stunde zu plantschen.

2021 ist zu Ende. Ich kann gar nicht so richtig einordnen, was alles dieses Jahr passierte. Wir haben ja jetzt einen Kanzler und alle freuen sich über ein paar neue Minister. Ich selbst verspreche mir davon auch einiges, dass sich der Wandel, der in meinem Umfeld schon vorangeht auch in der Politik endlich durch setzt. Ich habe dieses Jahr wieder viel gelernt. Ganz viele neue Ideen und Rezepte, die ich teilweise selbst kreiert habe. Mein Fell ist wieder etwas dicker geworden, auch wenn ich es nicht mag, manchmal gibt es eben keinen anderen Weg als mal jemanden auf die Füße zu treten, reiner Selbstschutz. Zwischen Arbeit, Sport und Privatleben verschwinden die Grenzen ebenso wie zwischen Werktagen und Wochenenden. Es ist teilweise unheimlich schwer zu trennen und ich frage mich dann oft ob das nun gut oder schlecht ist. Die Arbeit macht sehr viel Spaß und passt sich an vielen Stellen so gut in den Tag hinein, dass das Abschalten beim Sport alleine oder beim Vorlesen für die Kinder perfekt funktioniert. Dazu trägt sicherlich aber auch das New Work bei. Die Möglichkeit zwischen Home Office und Büro zu wählen, die Tage zu gestalten, wie man sie benötigt – alles natürlich im Rahmen des möglichen und immer unter Absprache mit den Kollegen*innen und der Familie. Ja, die Koordination kostet Kraft aber sie gibt auch Freiheit. Das ist toll. Ich kann mir aktuell gar nicht mehr vorstellen, wie es anders sein sollte.

In diesem Sinne: Willkommen in 2022!


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