April 2021: #HOWT Again

Veröffentlicht von DeHejner am

Sie sitzen zu Hause und langweilen sich, drum nehmen wir YoutTube und entertainen dich. Wir hören Die Ärzte mit einem Lied für jetzt…

Denn so ’n bisschen Quarantäne ist nicht die schlimmste Sache der Welt

Die Ärzte – Ein Lied für jetzt

Bei uns ist das aber nicht nur ein bisschen Quarantäne! protestieren die unsere beiden und damit haben sie völlig Recht. Nun dafür können weder Die Ärzte aus Berlin noch wir etwas. Aber wir sind es, die es gerade wieder einmal ausbaden müssen. Und ich bin sauer. Ich bin sauer auf die, die in einem Jahr ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Ich bin sauer auf die, die immer noch verleugnen, dass wir es hier mit einer Pandemie zu tun haben, die es so noch nicht gab. Aber ich bin alleine sauer. Alleine zu Hause. Nun nicht mehr ganz alleine, denn weil andere ihren Job nicht machen, baden wir es gerade mal wieder aus und isolieren uns. Bei Videokonferenzen schalte ich meine Kamera aus, denn man sagte mir ich solle meine sozialen Kontakte reduzieren. Ich entferne die letzten Fliegen, Ameisen und Spinnen aus dem Haus und erkläre ihnen, dass sie ein fremder Haushalt sind. Es bleibt meine Familie und unsere Hühner.

#HOWT Again

#HomeOfficeWithTwins haben wir die Woche nach Ostern noch als Osterferien verkaufen können. Selbstverpflichtend sozusagen die Kinder mal wieder von ihren Freunden*innen isoliert. Doch die Woche danach wollten sie unbedingt wieder hin. Wir geben nach, denn alle anderen sind auch dort und sie verpassen ja so viel. Der Kindergarten ist leider nicht in der Lage den Kindern, die zu hause bleiben Themen und Aufgaben mit nach hause zu geben. Wir haben an Ostern und Weihnachten ein ausgedrucktes Ausmalbild bekommen – vielen Dank dafür! Passiert denn ansonsten nichts dort? Was machen die Kinder die ganze Zeit? Schaut man an die Fenster wird so viel präsentiert, was in den Gruppen immer gemacht wird. Warum dürfen die Kinder zu Hause nicht daran teilnehmen? Ist es denn nicht wichtig was dort gelernt wird? Traut man den Eltern nicht zu diese Dinge zu Hause ebenso zu vermitteln? Und warum zur Hölle ist es nicht machbar sich einmal in der Woche zu melden, ein Care Paket denjenigen, die zu Hause bleiben und andere schützen, zur Verfügung zu stellen. Wir zahlen schließlich weiterhin Geld – Stop! – Nein! Wir haben Geld zurück bekommen. Für die Monate März bis Juni 2020 waren das fast vier Euro! Und das schon nach einem dreiviertel Jahr. Sagte ich schon, dass ich sauer bin? Zumindest zu Hause mit den Kids läuft es gut. Sie verstehen was los ist und machen in den meisten Fällen super toll mit. Die doppelte / dreifache Belastung zehrt allerdings stark am Nervenkostüm. Zum Glück helfen uns Die drei ??? Kids und 30 Minuten selbst bestimmte Tablet Zeit am Tag über die Phasen, in denen ich am Telefon sitze. Und so sin wir nun Morgens meist zu dritt zu Hause, denn die eindringliche Bitte Lasst alles zu Hause um Himmels Willen! sind wir dann gefolgt und haben mit den Kindern noch einmal gesprochen, dass dies notwendig ist.

Ostern war allerdings ein kleines Highlight für die Kinder. Wir haben aufgrund des großen Gartens die Möglichkeit gehabt, mit allen Auflagen, die es gab, trotzdem eine Suche zu machen und die Spielsachen, Bücher und Süßigkeiten schön zu verstecken. Strahlende Gesichter waren der Dank dafür. Mit der Familie haben wir bei einem örtlichen Restaurant Essen zum Abholen bestellt und konnten so recht stressfrei auch das Mittagessen genießen. Für Kaffee und Kuchen sorgten wir allerdings selbst – die Mama backt ja die weltbesten Brownies! Über mehrere Tage hinweg haben wir so ein paar Gärten der Verwandtschaft abgeklappert und uns mit Abstand im Freien getroffen. Nicht wie sonst, aber vielleicht wird es ja das New Normal.

Projekte

Ein Projekt konnte ich im April endlich abschließen. Mein Schrank von deinSchrank.de hatten wir im Januar als Alternative zu Ikea bestellt. Bis auf die extrem lange Lieferung – bedingt durch die Spedition – waren wir auch sonst recht zufrieden. Auch der Aufbau funktionierte entsprechend gut und die Qualität des Holzes war besser als die schwedische Konkurrenz. Bis zu dem Moment an dem ich die Schubladen einbauen wollt und feststellte, dass an beiden Bauelementen auf der jeweils rechten Seite die Bohrlöcher für die Halterungen fehlten. Hier stellte sich allerdings heraus, dass der Support nicht in der Lage ist angemessen zu reagieren. Man bot mir an, die Bauteile erneut fertigen zu lassen – das hätte aber bedeutet nochmal 6 Wochen warten und den Schrank danach noch einmal komplett zu zerlegen – mindestens 8 Stunden Arbeit. Eine Bohrschablone sollte auch vierzehn Tage dauern. Erst als ich anbot, die Löscher selbst zu bohren, konnte man mir per Mail ein Bild mit Maßen zusenden, die ich mir dann noch selbst zusammenreimen musste. Bei den Schubladen selbst fehlten dann noch ein paar Bohrlöcher für die anschraubbaren Blenden. Aber kein Problem, bohren in meinen neuen Schrank war ich ja gewohnt. Als allerdings bei zwei Schubkästen dann noch Holz aufgerissen war, wurde ich sauer. Ich erwähnte ja eingangs schon mal, dass ich im April sehr oft sauer auf andere war. Zwei Wochen warten, bis diese per DHL geliefert wurden und diesmal an anderen Stellen wieder kaputt waren. Zum Glück konnte ich das diesmal mit Holzleim und handwerklichem Geschick selbst korrigieren. Richtig doof wurde es allerdings um die Diskussion der Gutschrift für die von mir vorgenommen Arbeiten. Denn die Firma, die sich Nachhaltigkeit auf die Webseite schriebt, baut und verschickt lieber große mit Kunststoff überzogene Holzelemente mehrere hundert Kilometer weit, anstatt einen angemessenen Rabatt zu geben. Für mich war dies definitiv der letzte Einkauf bei dieser Kette, Produktion in Deutschland hin oder her. Wenn ich Müll bekomme bringt das alles nix.

Ein weitere Projekt an dem ich gerade mitwirke ist der neue Hühnerstall meiner Eltern. Fest gemauert soll er werden und dafür haben wir rund zwei Kubikmeter Beton in einer Mixi angerührt und die Fundamente sowie die Bodenplatte damit gefüllt. Insgesamt halten sechs Punktfundamente mit 80er Tiefe die vier verbindende Streifenfundamente und die fünf Quadratmeter große Platte. Darauf mauern wir nun die Wände und lassen hoffentlich genug Platz für Türen und Fenster. Neben der Büroarbeit wieder einmal eine nette Abwechslung an Arbeit.

Weniger spannend ist diesmal die Nachtzucht. Hatten wir sonst alle Jahre auf Naturbrut gesetzt, schauen wir in diesem Jahr, ob ein Brutautomat weniger stressig ist und vielleicht etwas bessere Ergebnisse bringt als vor zwei Jahren. Da haben wir ja lediglich zwei von acht durchgebracht – Nala und Simba. Im Moment schaut es im Brutkasten gut aus, zwölf Eier hatten wir eingelegt und davon sind zehn noch im Rennen. Am fünften Mai wäre errechneter Schlupftag. Auch der Kükenstall steht schon bereit, ich habe ihn ein wenig umgebaut, so dass die Wärmeplatte rein passt und das Dach aufgeschnitten und mit Draht versehen, so dass man bequem beobachten kann ohne stören zu müssen. Nach ewig langem Hin und Her sind unsere Hühner endlich auch beim Veterinäramt, beim Hessischer Verband für Leistungs- und. Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V. und bei der Tierseuchenkasse gemeldet. Und jeder hat seine eigenen Tarife, die gar nicht für Hobbyzüchter ausgelegt sind, so durften wir angeben, ob wir Legehühner oder Masthühner haben. Naja weder noch. Dafür zahlen wir 87 Cent plus 10 Euro Gebühr. Wunderbar, das steht in einem guten Verhältnis.

Sport Life Balance

Mit dem Streakrunning ist das so eine Sache. Irgendwie macht es schon Spaß kostet aber an manchen Tagen echt Kraft es einzubauen. Mit 355 Kilometern im Monat ist ja auch einiges zusammen gekommen. Allerdings geht dies auch auf die Schuhe und mit knapp 1.100 Kilometern auf der Sohle musste ich meine treuen Hoka ausmustern. Die Schuhe, die mich bei meinem ersten Ultramarathon im letzten Jahr begleitet haben. Und auch die Salomon, die ich im gleichen Zuge im letzten Jahr von der Corona Aktion des Team Läuferherz gekauft habe sind mi 850 Kilometer schon nah an der Grenze. Dafür gab es gleich drei neue. Einmal der Nachfolge der Challenger und zum anderen ein nachhaltiges Projekt mit Cotopaxi und Hoka was einen wunderschönen bunten Schuh hervor brachte. Und ein Experiment auf das ich erst noch hintrainieren muss. Bin ich mit den Altra Escalante ja schon zu einem Schuh mit quasi keiner Sprengung gewechselt verzichte ich nun mit den Skinners gänzlich auf allen Schnickschnack. Der erste Ausflug als Wanderung damit war schon mal ganz witzig.

Worms war unser Ziel, da wir einmal nicht in den Wald wollten. Zwar ist die Anfahrt mit dem Auto doch etwas länger aber am Rheinufer hatten wir gute Parkmöglichkeiten und besuchten zuerst die Innenstadt. Lutherdenkmal, Judengasse, Dom waren die wichtigen Anlaufpunkte für die Kultur. Das Eiscafe am Marktplatz für die Moral. Schreckte uns zuerst die lange Schlange etwas ab, merkten wir doch, dass diese extrem schnell voran ging. Die Eisdiele hatte neun Schalter offen und aus den hunderten Eissorten war es schwer sich nur für ein oder zwei zu entscheiden. Richtig lecker war es und irgendwie fühlte ich mich gut 25 Jahre zurück. Da war Worms öfter ein Ziel meiner Ausflüge, studierten doch zwei sehr nahestehende Personen dort an der Hochschule.

An einem anderen Tag waren wir mal wieder im Wald unterwegs. Den Herrenweg hin und Commoder Weg zurück mit vielen Stöckchen und Steinen sammeln, Tiere beobachten und Geschichten erzählen. Der Wald regt die Fantasie richtig gut an und der Spielplatz am Schloss ist aus welchen Gründen auch immer ein gern besuchter Ort. Außerdem fangen wir an, die Wege dort immer besser kennen zu lernen beziehungsweise kommen die Erinnerungen an die Ausflüge mit dem Mountainbike als Jugendlicher dort wieder zurück. Wenn ich beim Laufen nicht so faul wäre, würde ich vielleicht öfter mal den Berg hoch quälen aber das flache Ried und der Gernsheimer Wald sind nun mal verlockend näher und bequemer. Außerdem ist es für den anstehenden Wings For Life Worldrun im Mai ja auch besser, wenn ich weiterhin flach unterwegs bin. Sagt zumindest mein Kopf.

Und damit zurück in die Redaktion und auf in den Mai!


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