Urlaub 2020 (Corona Edition)

Veröffentlicht von DeHejner am

Eigentlich hätte hier „Bayrischer Wald“ oder so etwas ähnliches gestanden, denn dies hatten wir Ende 2019 gebucht. Etwas mehr als eine Woche in einem Familotel mit allem drum und dran. Statt dessen haben wir uns in der #CoronaEdition dafür entschieden Urlaub zu Hause zu machen und spontan irgendwohin zu fahren. Mit dem Freizeitpark Lochmühle und dem Konzept dort konnten wir uns gut anfreunden und sind am Dienstag Morgen los gefahren. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten auf dem Parkplatz des Freizeitparks – Katharina musste sich ihr Frühstück noch einmal anschauen – ging es dann aber bei besten Wetter los. Masken auf und ab in den Park. Nachdem wir den beiden Kurzen klar gemacht haben, dass wir uns alles anschauen werden, konnten wir uns dann auch auf eine Richtung einigen. Schnell noch das Futter für die Tiere eingepackt und los ging es die Enten- und Hühnerküken anschauen. Traktor fahren, Ziegen füttern, Pferde streicheln und Ich möchte die Eichhörnchenbahn fahren! Also durfte ich mit Philipp zusammen eine – nein zwei! – Runden in die kleine Achterbahn. Da es gleich nach dem Start in eine sehr schnelle Kurve ging, raste die Freude auch gleich mit in den Keller und an mir klammerte ein kleiner Junge, der zwischen Angst und Mut nicht genau zu unterscheiden wusste. Am Ende war er zwar zittrig aber auch mächtig stolz, hat dich seine Godi Nessa auf dieser Bahn ihre Liebe für Achterbahnen entdeckt. Ob es bei ihm der Startschuss war, werden wir sehen. Jetzt aber schnell mal beim Wasserspielplatz vorbei und die Möglichkeiten prüfen. Nach viel Überzeugung konnte die erste Abnahme der Schleusen abgeschlossen und die weitere Benutzung auf später vertagt werden, denn wir wollten dringend zur Mini-Eisenbahn. Die beiden Zugführer*innen fühlten sich auch sehr wohl, obwohl es um die einzige Glocke am Anfang etwas Streit gab. Verbesserungstipp für die Betreiber: Für jedes Kind eine Glocke, dann ist es auch eine richtige Bimmelbahn. Nach einer Runde spazierten wir weiter, Philipp probierte die Riesenrutsche zusammen mit Mama aus und wir fuhren eine Runde mit den Helikoptern über die Klettergerüste. Das Mittagessen verbrachten wir entspannt neben den Mini-Trampolinen, so konnten zumindest drei in Ruhe am Tisch sitzen und essen während ein Knabe hüpfen musste und sich mal wieder mit einem Mädchen unterhielt, dessen Sprache er nicht spricht: Die neben mir spricht Englisch, oder!? Zumindest die Spracherkennung funktioniert schon, an der Übersetzung arbeiten wir noch. Während Katharina danach noch einmal auf die Helikopter wollte, ist Philipp dann auf die Baustelle und hat mit einem anderen Jungen sämtliche Gänge erkundet. Da gibt es ein Rohr, da schaut man unter dem Klo raus! Doch es gab noch mehr zu sehen, vorbei an den großen Trampolinen mit einer kurzen Eispause am Mini-Pferde-Karusell. Hier trafen sich die Fachexperten*innen und diskutierten über Amadeus und Sabrina sowie Maharadscha und wer denn in dem Kreis jetzt vorne wäre. Nebenbei immer mal wieder ein paar Tiere füttern, Bagger fahren und dann auf die Eselbahn, die wir gleich zweimal fahren mussten. Von dort aus konnten wir aber auch schon den Baumwipfelpfad erkennen, den ich dann mit beiden bekletterte. Das war gar nicht mal so leicht aber sie haben sich sehr mutig und geschickt angestellt, so dass wir bis auf die Gitter-Tunnel alles ausprobiert haben. Langsam mussten wir aber wieder zurück, wollten wir doch noch einmal zum Wasserspielplatz, bei welchem wir dann mehr oder weniger unseren Abschluss machten. Hier waren wir auch nicht mehr alleine, aber unsere beiden kommen damit ja gut zurecht und hatten nach kurzer Zeit auch die Kontrolle über die Schleusen übernommen. Alles hört auf unser Kommando – war das Motto.

Sehr zufrieden ging es dann am Spätnachmittag zum Auto zurück und wir fuhren nach Bad Soden wo wir übernachteten. Nicht bevor wir aber nach kurzem Check-In und der Bewertung des Familienzimmers mit einem Katharina Sehr gut! zum Abendessen ins Rocco gingen. Mit Surf & Turf für die Mama, Classica für den Papa, Margherita für Katharina und einem Ladies Cut Steak für Philipp genossen wir die ruhige Atmosphäre und gönnten uns zum Abschluss noch ein Tiramisu sowie eine Brownie mit Karamelleis.

Am nächsten Morgen saßen wir dann alleine im Speisesaal des Concorde Hotels und wurden mit einem Liefer-Buffet konfrontiert. Aber auch dies ging überraschend gut, unsere beiden können sich ja wunderbar artikulieren, was sie möchten. Philipp mit einem Croissant und Marmelade und für Katharina ein Toast, welches ihre Namensvetterin extra für sie beim Bäcker holte, weil sie das aktuell eigentlich nicht im Programm haben. Mit Müsli, Ei, Brötchen, und verschiedenen Belägen fehlte eigentlich gar nichts, man musste halt immer rufen, wenn man noch etwas wollte. Da wir aber die ganze Zeit alleine waren und zwei Bedienungen für uns hatten, war dies auch wirklich kein Problem. Auf dem Weg zum Opel Zoo füllten wir noch den Rucksack mit Proviant auf und waren zeitig am Eingang. Die beiden erfahrenen Besucher erklärten mir auch auf der Fahrt was es alles gab und vor Ort, was wo genau ist. Die Ziegen am Start wurden ausgiebig begrüßt und mit Karotten liebevoll gefüttert. Auf dem großen Rundkurs organisierten wir dann noch ein Tütchen Pelletts, damit wir auch jedem Tier etwas ins Maul stopfen konnten. Mit Kamelen und dem Elefant ging es weiter vorbei an Rehen, Hirschen und Mufflons. Einige Höhenmeter muss man hier ja schon überwinden aber insgesamt sehr schön angelegt der ganze Park. Man merkte unseren Beiden aber schon an, dass der vorige Tag sehr anstrengend war und eine Nacht im Hotel auch nicht so viel Erholung bringt, wie zu Hause. Dementsprechend hatten wir ab und an mit ein paar Launen zu kämpfen und unser Lunch Break auf der Rundbank fiel auch etwas sperrig aus. Aber mit einem einem leckeren Eis als Nachtisch und etwas Ruhe auf einer Bank, konnten wir die Stimmung wieder heben. Fast genug Power, um bis zu den Pinguinen durch zu halten. Zwischendurch besuchten wir noch ein paar der Ugly Five und ja, der Marabu ist es kein schöner Vogel. Gegen Nachmittag war dann aber endgültig die Luft raus und wir setzten uns ins Auto, fuhren nach Hause und verbrachten den Rest des Tages im Swimming Pool im Garten. Für uns eine willkommene Abwechslung und für die Kinder Abenteuer und Urlaub genug. Sie haben viel erlebt und erzählen immer noch davon. Viel mehr brauch es gar nicht. Dennoch freuen wir uns, wenn wir hoffentlich nächstes Jahr wieder ohne Einschränkungen in den Bayrischen Wald fahren dürfen.


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