De Datterich 2019

Veröffentlicht von DeHejner am

Am 1. September 2019 war es wieder soweit. Im Team der Astralleib-Asketen startete ich meinen insgesamt dritten Triathlon auf der 10-Freunde-Distanz. Und jedes Jahr werden meine Vorbereitungen merkwürdiger. Ich habe es im Vorfeld tatsächlich geschafft 1.500 Meter zu schwimmen, gerade so viel, um sicher zu sein nicht unter zu gehen. Rund 750 Kilometer Fahrrad kommen dann noch auf dieses Konto drauf, allerdings nie ernsthaft als Training sondern lediglich als Bike2Work – morgens nüchtern und mittags in der Sonne. Immer mit schwerem Gepäck und zu 75% auf Schotterwegen unterwegs. Aber zumindest beim Laufen war ich im Training, denn gerade die Vorbereitung auf den Loch Ness Marathon im Oktober mit den tollen Tempoeinheiten bringen einiges. Zwei Koppelläufe habe ich gemacht, einen davon auch mal mit richtig Tempo verknüpft.

Wie jedes Jahr starten wir um 10:30 Uhr. Treffen mit dem Team eine Stunde vorher vor dem Nordbad. Ein paar bekannte Gesichter und jedes Jahr auch ein paar neue dabei. Nachdem wir uns alle zusammen gefunden hatten, die vielen Aufkleber, Startnummern und Tracking-Bänder verteilt waren, ging es auch schon in die Wechselzone. Alles soweit vorbereiten, dass man nachher nur noch Sachen schnappen und weg kann. Für mich wie immer: Trikot, Hose, Socke, Schuhe und Helm. Badehose lasse ich einfach an. Jetzt aber auch schon ab zum Schwimmbad, das Wetter spielt dieses Jahr mit und es ist wenigstens warm. Auch das Wasser im Becken haben sie für die Nichtschwimmer wie mich auf eine angenehme Temperatur gebracht. Ich schwimme vorletzter – wie immer. Gefühlt gibt es kaum Wartezeit, denn schon geht es ab ins Wasser. Wild mit den Armen rudern, um beim Warten nicht abzusaufen. Are you reeeeeadyyyyyy? Los! Aus allen Ecken spritzt Wasser und auch ich setze mich langsam in Bewegung. Nach etwas mehr als 11 Minuten ist die Tortur auch schon vorbei. Dass wir teilweise zu viert nebeneinander auf der Bahn waren, war bestimmt für keinen toll. Für mich aber eine echte Herausforderung aufzupassen nicht unter zu gehen oder zu viel Wasser zu schlucken. Egal. Ab aufs Rad. Auf dem Weg zur Wechselzone kann ich wenigstens durchs Laufen etwas punkten. Abtrocknen, Anziehen, Rad schnappen und auf die Radstrecke. Mehr als zwei Minuten hat das gedauert – da darf man optimieren! Nun aber mit meinem Mountainbike den leichten Anstieg bis zum Wendepunkt meistern, dann bergab aber mit Gegenwind, Wendepunkt und bergauf mit Rückenwind. Insgesamt vier Runden, die super schnell vergehen. Ein bisschen Windschatten von den Profis mitgenommen und nach knapp 38 Minuten geht es erneut in die Wechselzone. Die Zeit auf dem Rad nutze ich für zwei Energieriegel am Anfang und am Ende sowie einen knappen halben Liter Flüssigkeit. Somit brauche ich beim Laufen mich nicht mit Bechern voll zu sabbern. Nicht ganz eine Minute später hängt mein Rad am Haken, der Helm liegt in der Ecke und ich bin auf dem Laufkurs – endlich darf ich triumphieren! Eine einzige Person hat mich auf den zwei Runden überholt und ansonsten bin ich an mehr als der Hälfte meines Teams vorbei gelaufen um nach 16:31 Minuten für die 4,2 Kilometer ins Ziel zu kommen. Im übrigens exakt die gleiche Zeit, die ich im Jahr davor auf der Laufstrecke auch benötigt habe.

GesamtSchwimmenWechsel 1RadfahrenWechsel 2Laufen
01:08:4500:11:0400:02:1800:37:3800:00:5900:16:31

Offizielle Liste der Astralleib-Asketen 2019

Eine schöne Neuerung in diesem Jahr war, dass meine Familie mit dabei war. Sie haben mich zwar nur auf der Radstrecke einmal (die Kinder zweimal) gesehen, aber zumindest im Ziel und beim Mittagessen mit Pommes, Waffeln und Kuchen waren wir zusammen.

Ob ich nächstes Jahr wieder dabei bin weiß ich noch nicht. Einerseits ist es eine willkommene Abwechslung und zwingt mich auch ein wenig was anderes zu machen als nur zu laufen. Auf der anderen Seite ist um diese Zeit auch der Burgwald Märchen Ultra Marathon und vielleicht ist das ja eine neue Herausforderung mit 52 Kilometern…


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