Happy Juli

Veröffentlicht von DeHejner am

Sommer, Sonne, Regen und gemischte Temperaturen. Alles kein Problem, oder doch? Für mich eigentlich nicht. Dank der Möglichkeit an vielen Tagen auch morgens zu laufen, ist es einfach auch an heißen Tagen eine kleine oder große Trainingseinheit unter zu bringen. Auch wenn es mir dieses Jahr irgendwie schwerer fällt so richtig früh aus dem Haus zu kommen. Doch wie sieht so ein Training aus? Es fängt bereits am Abend zuvor an. Der Trainkrucksack ist soweit fertig gepackt, dass lediglich Wasser und Handy noch rein müssen. Darin sind Taschentücher, ein Gel Chip, zwei Müsliriegel mit Nüssen, Haferflocken und Früchten. Keine Schokoüberzüge oder dergleichen, denn das klebt nur unterwegs. Weiterhin ist ein Geldbeutel mit etwas Kleingeld und eine I.C.E Notfallkarte.

Schuhe stehen bereit, Sonnenbrille und die Klamotten für die erwarteten Temperaturen liegen auch schon direkt im Bad. Am Morgen selbst wird aufgestanden, wenn ich das erste Mal wach werde – im Moment meist gegen 05:00 / 05:30 Uhr. Dann direkt aufstehen, kurz ins Bad, umziehen, Wasser in die Trinkblase, Handy einpacken, Schuhe anziehen und raus. Den Hühnern die Tür aufmachen, Uhr starten und loslaufen. Dem Kopf keine große Chance geben auch nur irgendwie darüber nachzudenken, was man da gerade tut. Dazu hat er dann unterwegs genug Zeit. Ja – manchmal fragt man sich unterwegs, was hier gerade passiert. Aber dann gibt es so viel tolle Moment, die einem genau das vor Augen führen. Da bist du zwei Stunden in Feld, Wald und Orten unterwegs und begegnest keiner Menschenseele. Dafür darfst du im Wald Raubvögel in Aktion sehen. Rehe, die nur leicht irritiert am Wegesrand schauen wer da gerade 5 Meter weiter dran vorbeiläuft. Füchse, die glauben, dass sie im Gras ganz toll versteckt seien und eine Rotte Wildschweine, die mal deinen Weg kreuzt. Der Geruch von frischen, feuchten Holz und Wald. Sonne, die aufgeht und die reifen Felder erwärmt. Wenn du so achtsam durch die Gegen läufst, vergeht die Zeit im Nu und du bist wieder zu Hause.

Pünktlich zum Frühstück und hast bereits deine Trainingseinheit für den Tag abgeschlossen. Ein weiterer toller Effekt: Da du zum Frühstück zurück kommst, kannst du auch direkt etwas Essen und deinen Heißhunger nach dem Lauf so austricksen. Denn wer kennt es nicht, dass er Mittags oder Abends nach dem Lauf kommt und dann etwas essen will, obwohl es eigentlich komplett zwischen den Mahlzeiten ist? So habe ich im Juli die meisten der rund 260 Kilometer gemeistert.

Das gleiche gilt übrigens auch für das Bike2Work oder auf deutsch: #MdRzA. Nachdem ich hier einem Team beigetreten bin, konnte ich im Juli immerhin 9 Mal das Rad nutzen, um auf die Arbeit zu kommen. Und nur einmal hatte ich richtig Pech mit dem Wetter und mein neue Rucksack musste beweisen, dass er 100% Wasserdicht ist. Aber auf das deutsche Markenprodukt ist hier wirklich Verlass. Mit rund 19 Kilometern einfacher Strecke und zwischen 45 und 50 Minuten Fahrzeit ist das auch absolut vertretbar. Immerhin nutze ich diese Tage, dann als Regenerationstage für leichte Cardioeinheiten und kann sie gut in den Traingsplan einbauen.

Huh? Trainingsplan? Ja, du hast richtig gelesen. Ich bin aktuell wieder mit einem Plan unterwegs auf meiner #RoadToLochNess. Für einen Marathon will ich dann doch irgendwie ein wenig strukturierter vorbereitet sein, das hilft mir ein wenig die Nervosität in den Griff zu bekommen. Den Plan habe ich mir aus der Erfahrung des letzten Jahres und einigen Plänen aus dem Internet sowie vielen Blogs selbst zusammen gebaut. Im Prinzip deckt er die Grundregeln ab: Lange Läufe am Wochenende mit Strecke steigern bis ca. 3 Wochen vorher. Unter der Woche Tempoeinheiten in verschiedenen Variationen und leichte Einheiten zwischen rein. Ruhetage, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, das Trainierte auch abzuspeichern. Ob es für den 6. Oktober reichen wird? Schauen wir mal. Zwischendrin habe ich ein paar Haltepunkte: Dritter August Fischerfestlauf und Erster September 10-Freunde-Darmstadt Triathlon.

Der geneigte Leser wird sich fragen, was denn aus den #RunningWithTwins geworden ist. Ja, auch das gibt es noch. Und wie in den letzten Wochen berichtet, sind die beiden seit Ostern mit dem Rad als Supporter unterwegs. Außerdem hat sich die Mama noch entschieden hier in den Sommerferien mit zu machen. Und nicht nur mit zu machen, nein, am 25. August wird sie beim Koberstädter Waldmarathon ihr Debüt auf der Halbmarathon Strecke geben. Dazu hat sie unter der Woche ein paar Trainingseinheiten mit den beiden übernommen und ist hier auf einer sechs bis acht Kilometer Runde unterwegs. Ich bin sehr stolz auf meine Drei! Sie machen das super zusammen. Außerdem haben wir etwas Neues probiert: Wandern. Wir haben Dank Oma & Opa einen Tag frei bekommen. Die Kinder sind Morgens in den Kindergarten, wurden dann von Oma & Opa abgeholt zum Mittagessen und spielen und Nachmittags waren wir wieder zurück. Bei unserer Wanderung sind wir den Sieben-Hügel-Steig von Darmstadt nach Eberstadt gelaufen. Insgesamt gute 13 Kilometer laut Tourguide waren für uns wegen Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln dann gute 16 Kilometer. Für mich eine ganz andere Art der Bewegung weil einfach viel langsamer, dennoch gut und hat nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Wegfindung dann viel Spaß gemacht. Zur Belohnung gab es lecker Asiatisch bei Wu’s Kitchen in Jugenheim. Dort haben wir uns auch gleich mal als völlige Neulinge präsentiert und bei den Edamame die Schale mit gegessen. Aber man lernt ja jeden Tag etwas dazu.

Auch im Juli haben wir wieder eine sehr schöne Tradition aufgegriffen und bei uns im Garten einen Offenen Kaffeenachmittag ausgerufen. Mit elf Kindern und neun Erwachsenen war es ein richtig toller Nachmittag bei Kaffee, Tee und Kuchen. Jede Menge Spiele und eine Wasserrutsche war das Highlight. Den beiden Kids hat es unheimlich Spaß gemacht. Ein Grund dies bei nächster Gelegenheit wieder zu machen, mal schauen, wann wir noch ein freies Wochenende finden.

Was steht denn eigentlich im August so an? Zum einen der Fischerfestlauf, der jetzt beim Schreiben schon hinter mir liegt – Bericht folgt in Kürze, dann meine Reise nach Sankt Petersburg für eine Woche und bestimmt ein Bericht zum Koberstädter Waldmarathon bei dem ich mal die andere Rolle des Supporters übernehmen werde. Ich bin schon sehr gespannt! Mal schauen, wie ich hier das Training für den Triathlon noch einbauen kann zumal ich gerade eine kleine Erkältung auskurieren muss. Ich verbuche das mal als Mentaltraining aber es ist schwer. Sehr schwer gerade die Füße still zu halten und nicht die Wände hoch zu gehen.


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