10 Freunde Team Triathlon Darmstadt 2018

Veröffentlicht von DeHejner am

Wenn er besser ist, lass‘ ihn ziehen. Wenn er nicht besser ist, siehst Du ihn wieder.

Bereits früh in diesem Jahr stand für mich fest, dass ich wieder beim Datterich dabei sein möchte. Umsomehr freute ich mich, als ich von unserem Teamkapitän am 19. Januar die Einladung erhalten hatte. Genug Zeit mich vorzubereiten!

Vorbereitung

Richtig, da war ja etwas. Ich wollte Schwimmen trainieren, ich wollte Radfahren trainieren!

Im Wasser war ich dann auch mal – einmal im Frühjahr und vier bis fünf Mal im Sommer. Meist mit den Kindern. Meist nur Zeit so eine viertel Stunde zu schauen, ob ich das noch überlebe. Da ich ja eher der Typ Treibholzschwimmer bin, würde das nicht viel an meiner Technik verbessern.

Rad Training vs. Rad Tuning. Startet ich letztes Jahr mit meinem Hardtail Mountainbike, überlegte ich zwischenzeitlich mir ein anderes Rad zuzulegen. Ein Cyclocrosser sollte es werden. Ist es aber nicht. Statt dessen habe ich an meinem wunderschönen Rahmen (Blauer Dagger Alurahmen) festgehalten und drumherum einiges ausgetauscht. Weg von der Vorderrad-Scheibenbremse (Magura Louise Baujahr 1997) und der schweren Federgabel (Marzocchi Bomber Z1 von 1997) und neue Federgabel mit Lock sowie Magura HSS 21 Bremsen dran. Weiterhin wurden die Reifen gewechselt: Von klassischen Stollenreifen (26×2.1) wurde umgestellt auf den Maxxis Detonator (26×1.50) und diesen mit rund 5 Bar Druck betankt. Fehlt nur noch das Körpertuning aber hier kam mir ja die Vorbereitungsphase für meinen Marathon zu Gute, denn hier stand im Trainingsplan ausdrücklich: Ruhetag (Radfahren, Schwimmen, etc.) Und das habe ich befolgt. Dreimal pro Woche für rund 10 Wochen bin ich also mit dem Rad zur Arbeit (2x19km) – das sollte reichen!

Race Day

Wie bei den meisten Wettkämpfen im Moment achte ich die Tage vorher recht gut auf das was ich esse. Ich habe hier einiges gelernt. High Carb und keinen großen Blick auf das Gewicht, denn das hat sich meist durch das Training vorher eh selbst unter Kontrolle. Sonntag, 2. September 2018 06:00 Uhr aufstehen, Hühner aufmachen, Porridge zubereiten, Tee trinken – alles wie sonst auch. 08:45 Abfahrt nach Darmstadt zum Messplatz, das Rad hatte ich bereits am Tag zuvor zerlegt und in den Kofferraum gepackt. Am Parkplatz angekommen, war ich nicht der einzige, der gerade sein Bike wieder zusammen schraubte. Hier herrschte schon richtig reges Treiben was den rollierenden Starts zuzuschreiben war. Alles lief ohne Probleme, dann ab zum Treffpunkt und bemerken, dass dieser im Gegensatz zum letzten Jahr plötzlich mitten in der Eventzone war. Man hatte hier das Layout des letzten Jahres komplett über den Haufen geworfen

09:25 Uhr und wir waren schon zu dritt am Treffpunkt. Im wilden Gewusel versuchten wir die Gesichter der anderen Team Teilnehmer zu finden und sammelten nach und nach alle ein. Haftungserklärung unterschreiben, Zeit-Chips, Radaufkleber und Startnummer verteilen und befestigen und ab ging es in die Wechselzone. Mittlerweile dürften es auch um die 16 Grad gewesen sein, ein etwas strengeres Lüftchen wehte die ganze Zeit und wir alle fröstelten und das obwohl wir noch komplett angezogen waren. Es ist 10:15 Uhr und wir laufen im Badehöschen über den gesamten Platz in Richtung Schwimmbad – es ist kalt! Dort angekommen konnten wir erstmal sehen, wie es vom Becken dann zur Wechselzone zurück geht und wo der Ausgang ist. 10:25 Uhr und auf unserer Bahn waren immer noch ein paar unterwegs und wir mussten immer noch fröstelnd warten. Allerdings half die eiskalte Dusche immer mal wieder das wärmeempfinden etwas zu verändern. 10:29 Uhr und wir dürfen ins Becken nachdem der letzte Schwimmer der Vorgruppe raus war.

Schwimmen

Kaum im Wasser und in Richtung Startlinie gepaddelt hören wir auch schon das „are you reeeeeeeedy?!“ und los ging es – fliegender Start sozusagen. Ich durfte dieses Jahr als vorletzter Schwimmen und das war auch ok so – es wäre egal gewesen, da Dirk und ich in etwa den gleichen bescheidenen Schwimmstil haben. Egal, Pflichtprogramm abspulen und sich vom Strom der anderen treiben lassen. Nach 11 Minuten war es vorbei! So elegant wie möglich raus aus dem Becken und barfuß in Richtung Wechselzone – über nasse und klitschige Pflastersteine rutschend zur rauen Straße und das Rad auf Anhieb finden…

Radfahren

Aus der Erfahrung des letzten Jahres, hatte ich mir meine Sachen etwas besser hingelegt und der Wechsel ging deutlich besser. Mit etwas mehr Übung könnte man hier sicherlich noch einiges rausholen. Aber im Prinzip klappte alles. Also Rad geschnappt, Helm auf und rennend aus der Zone raus. Auf dem Rad erstmal einen Gel-Chip vernichten, den ich mir an den Lenker geklebt hatte und einen guten Schluck aus der Flasche nehmen. Auf der Strecke konnte ich richtig gut Gas geben – das Tuning des Rads und das Training zeigten Wirkung. Ich fühlte mich viel entspannter und hatte nicht das Gefühl mich zu sehr abzumühen. 4 Runden waren zu absolvieren und alles lief reibungslos. Sicherlich wurde ich von ein paar Fahrern mit Rädern jenseits der 3.000 Euro Marke überholt aber auch ich konnte einige Plätze gut machen. Der Gegenwind auf dem Teil mit Anstieg war zwar weniger freundlich aber so konnte man dann zumindest mit Rückwind auch noch bergab rasen. Die Zeit verging schnell und ich konnte nach gut 36 Minuten wieder runter und ab in die Wechselzone. Die Beine fühlten sich leicht schwammig an und ich hatte Angst, dass es wieder wie letztes Jahr sein könnte. Egal, Gedanken aus dem Kopf gewischt, Rad aufhängen, Helm wegwerfen und raus auf die Laufstrecke…

Laufen

Rund 200 Meter dürfte der Bereich vom Rad über Wechselzone zur Laufstrecke gewesen sein. 200 Meter, die mir dieses Jahr reichten, um in den Trott zu kommen. Die Beine waren auf einmal erfrischt, der Kopf frei und das Herz konnte noch. Also Gas geben – meine Disziplin so richtig ausleben. Wie Bonuspunkte sammelte ich unheimlich viele Läufer auf der Strecke ein und flitze die leichten Steigungen ohne Mühe hoch und richtig locker wieder runter. Wie immer hätte die Strecke etwas länger sein können und die rund 16 Minuten waren richtig schnell vorbei.

Fertig

Alles in Allem sehr zufrieden. Ich bin als vorletzter aus dem Schwimmbecken raus und als Dritter knapp hinter den ersten beiden ins Ziel gelaufen. Absolut Top!

01:08:32 und damit Gesamtplatz 208 von 969 Startern/innen, AK Platz 30 von 93 mit folgenden Split Zeiten:

Disziplin   Zeit      Strecke   Pace              2017     Differenz
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Schwimmen:  11:17 für 380m      (29:42min/km)     11:57    - 0:40
1. Wechsel:  2:53                                  3:33    - 0:40
Radfahren:  37:01 für 18.000m   (02:03min/km)     39:08    - 2:07
2. Wechsel:  0:53                                  1:00    - 0:07
Laufen:     16:31 für 4.200m    (03:56min/km)     19:14    - 2:43

Auf Polar kann man sich das auch nochmal anschauen.

Mehr Bilder folgen noch, sobald es die offiziellen gibt!

Nächste Jahr sehr gerne wieder.


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