Laufmonat Juni 2017

Im Juni gab es zunächst eine Fortführung der langen Läufe, die sich zeitlich eigentlich ganz gut in meinen Tages- bzw. Abendablauf einplanen lassen. Auf meinen ersten 30km Lauf direkt zum Start des Monats folgten in Vorbereitung auf den Melibokuslauf dann noch eine kurze Einheit hinterher und ab der Monatsmitte dann in regelmäßigen Abständen die normalen 21km. Das Wetter an sich war zumeist gut und ich bin nur einmal richtig nass geworden bei einem abendlichen Gewitterlauf.

Juni:      192km ( 9 Einheiten -> 21,3km Ø, Running-Index: 60)

Im Juli dann mal dieses Run-Swim-Run probieren. Evtl. steht bald ein Triathlon ins Haus…

Melibokuslauf & Berglaufdouble

Melibokuslauf

Sonntag 11.06.2017 09:00 Uhr war Anreise zum 48. Melibokuslauf in Alsbach-Hähnlein. Wie ich erfahren durfte ist der Lauf einer der ältesten Volksläufe in Deutschland und das direkt vor der Haustür. Die letzten beiden Jahre habe ich mich nur an die 10km Strecke gewagt und nun weiß ich auch warum das gut war. Doch dazu gleich mehr. Vorab: Wir haben strahlendes Wetter und bereits jetzt schon 20 Grad. Optimale Bedingungen und kein Vergleich zum Vorjahr, wo es quasi nur geregnet hat. Mit meiner Anmeldung (wieder für das Team #twitterlauftreff) scheine ich nicht zu spät gewesen zu sein, bei insgesamt gut 300 Startern.

Um 10:00 Uhr soll der Start sein, also noch ein wenig Zeit sich mit ein paar netten Leuten zu unterhalten. Martin von Löwt für mehr Zeit war wieder in seinem Löwenoutfit am Start. Matthias, ein anderer #Twindaddy von unserem Naturspieltreff kam überraschend auf mich zu – aber auch er war ohne seine Kids am Start. Thomas von den Early Birds Alsbach habe ich leider nicht gesehen, dennoch nach ihm Ausschau gehalten. Und Fabienne aus meiner Twitter-Timeline kam kurz vor dem Start noch auf mich zu und hatte mich in der Menge erkannt.

Nachdem um 10:10 Uhr dann die technischen Probleme beseitigt waren, ging es an den Start. Wie auch bei der 10km Strecke läuft man als erstes vom Sperbergrund in Richtung Alsbach Schloß, hier bereits am Anfang mit einigen knackigen Steigungen. Leider ist die Strecke an einigen Stellen sehr eng, so dass diejenigen, die sich etwas übernommen haben, die anderen Läufer hier ziemlich blockieren. Wer das aber kennt, kann sich recht gut vorne einordnen und direkt mit loslaufen. So war auch in einer Gruppe, die gut voran kam. Angeführt von unserem Berglöwen. Nach gut einem halben Kilometer hatte ich dann auch bereits mein erste Energy-Gel vernichtet. Nicht dass es mir etwas gebracht hätte, aber es war auch gut zu sehen, wie es aus dem Gürtel rutschte und durch die Menge an Läufern geschossen wurde um dann den Hang herunter zu fliegen. Gut – das letzte verbleibende besser einteilen und den Gürtel etwas enger schnallen. Kurz darauf musste ich dann zusehen, wie Martin sich bäuchlings über einen Stein stolpernd in die Brennesseln warf, er war aber gleich wieder auf deinen Beinen und es schien nicht viel passiert zu sein. Aus seinem Laufbericht musste ich später allerdings lesen, dass es nicht der letzte Sturz war. Kurz vor dem Alsbacher Schloß setzte ich mich allerdings von der Gruppe ab und gab dann in Richtung Auerbacher Schloß auf dem Commoder Weg etwas mehr Gas. Meine Trailschuhe hatten richtig guten Grip und es lief echt spitze. Am Abzweig 10 / 20 km hörte ich von hinten noch Matthias „Viel Erfolg!“ rufen – er musste sich gut vorgekämpft haben. Jetzt wurde es bedeutend ruhiger, das Feld der 20iger zog sich weiter auseinander und ich hatte meist nur so um die fünf bis zehn Läufer um mich herum. Der Stich vom Auerbacher Schloß Parkplatz auf den Herrenweg trennte dann aber nochmal einiges auf – der hat es ganz schön in sich! Von dort ging es nun konstant weiter bergauf, mal mehr mal weniger Steigung. Die Wege wurden teilweise enger und richtig trailig. Ich konnte mein Tempo bei den Steigung gut konstant halten (ca. 6:30m/km) und musste keine einzige Gehpause einlegen.

Die Spitze war erreicht und gut die Hälfte der Strecke geschafft, kurz vorher bei ca. Kilometer 9 hatte ich mir dann mein Squeezy Bananengel gegönnt – aber Moment: Warum nur die Hälfte? Da ich die 20km ja noch nie gelaufen war, wusste ich nicht was noch auf mich zukommt und ich versuchte weiterhin Kräfte zu sparen auch wenn es jetzt erstmal richtig schnell auf der Straße bergab ging. Vorbei an den Helfern des DRK Alsbach dann nach einigen heftigen Kurven wieder in den Wald und weiter bergab. Und dann… bergauf, ok – ein ziemlich harter Wechsel aber ich hatte noch genug Kraft und konnte das leicht mitmachen. Dass es so allerdings noch drei bis viermal passieren sollte, hätte ich nicht geglaubt und das ist auch der große Unterscheid zwischen dem 10er und dem 20er. Beim 10er geht es einmal hoch (mit etwas flach zwischendrin) und dann runter – fertig. Der 20er ist dagegen eine richtig heftige Berg- und Talfahrt. Dennoch war die Strecke super und auch der Endspurt ins Ziel war einfach nur Hammer gut. Meine vielen langen Distanzen im Training hatten mich hier gut abgehärtet so dass ich noch mit viel Kraft recht gut ins Ziel rennen konnte. Dieses Jahr ohne Sturz!

Zielzeit: 1:37:30 auf 19,85km und 887hm und damit 37. bei den männlichen Startern (40. Gesamt) und Platz 5 der Altersklasse (von 14).

Polar und Strava sind sich da übrigens alle nicht ganz so einig, vermutlich liegt dies aber an dem teilweise schlechten GPS Signal der Uhr. Nach der obligatorischen Erfrischung und Dehnung ging es dann noch zu Fuß die Strecke zurück in die Melibokushalle, etwas essen (#KuchenSollstDuSuchen!) und ein wenig Siegerehrung schauen.

Fazit: 20km sind definitiv kein Zuckerschlecken aber von der Strecke her es absolut Wert und ich möchte hier nächstes Jahr wieder dabei sein.

Berglaufdouble

Der Melibokuslauf und der Franksteinlauf bilden hier in der Gegend zusammen das sogenannte Skinfit Berglaufdouble. Aus beiden langen Läufern werden anhand der Siegeszeiten und Laufzeiten Punkte errechnet und anhand dieser die Gesamtsieger ermittelt. Dass es für mich für diesen nicht reicht, war mir von vornherein klar. Allerdings mit 446,82 von 600 möglichen und einem 11. Platz bin ich sehr zufrieden.

Frankensteinlauf 2017

Am 29. April 2017 um 16:10 Uhr fiel der Startschuss zum Frankensteinlauf 2017. Meine erste Teilnahme bei diesem Lauf und die dritte überhaupt an einem Berglauf. Etwas aufgeregt war ich schon, galt es doch 16 Kilometer mit 360 Höhenmetern zu bewältigen. Im Training im Flachen sind 16km mittlerweile kein Problem mehr und auch in einer Geschwindigkeit, die durchaus in Ordnung ist. Aber die Unsicherheit, wie sich die Höhenmeter auf das Gesamte auswirken würden, war da. Ob mir die Startnummer 37 dabei helfen würde?

 

But – First Things First!

Location und Organisation

Der Start- und Zielbereich ist im Mühltalbad in Darmstadt-Eberstadt. Ausreichend Parkplätze sind vorhanden, viele Umkleidemöglichkeiten und Spinde, um seine Sachen während dem Lauf gut verwahrt zu wissen. Startnummernausgabe ging zügig voran und war wie ich es bei Volksläufen gewohnt bin gut organisiert. 29,- Euro für die Anmeldung scheint auf den ersten Blick etwas teuer, allerdings ist ein tolles Funktions-Shirt der Fa. SkinFit darin enthalten (UVP 59,-). Um den Zielbereich selbst waren Tische und Bänke platziert, eine große Liegewiese bot für die restlichen Menschen ausreichend Platz. Obst und Getränke im Zielbereich, sowie für die Zuschauer, Kuchen und Grill.

Der Lauf

16:00 Uhr war geplanter Start, der sich um 10 Minuten nach hinten verschoben hatte. Rund 260 Starter hatten Aufstellung genommen, um auf die 16 bzw. 7 Kilometer Runde zu gehen. Ich hatte mich bei etwas hinten eingereiht und bei den „Early Birds Alsbach“ gestanden. Viel vorgenommen hatte ich mir nicht. Nach den ersten Erzählungen von einigen Bekannten, hatte ich mir somit eine Zielzeit von etwa 1:30h gesteckt und wollte die Freaks erstmal vorweg laufen lassen. Nach dem Start ging es erstmal gut einen Kilometer durch Eberstadt und dann leicht bergauf auf den ersten Waldweg. Bereits in Eberstadt hatte ich einige Läufer überholt und mich einer Gruppe angeschlossen, die mein Tempo zu laufen schien. Am Berg selbst merkte ich aber, dass ich hier etwas mehr konnte und mein Puls noch in einem verträglichen Rahmen um die 160 war. Dies wollte ich auch so beibehalten, konnte aber trotzdem immer wieder den einen oder anderen Läufer an den Anstiegen einsammeln. Doch dann ging es auf einmal richtig in die Steigung und ich merkte, dass ich etwas Tempo rausnehmen musste (5:00 Schnitt am Berg war etwas zu viel des Guten). 4 Kilometer wusste ich aus der Streckenbeschreibung sollte es jetzt hoch gehen und das tat es. Hier war dann auch der Moment, wo ich kurz über Mein Mittagessen nachdachte und die Sahnesoße auf den Nudeln verfluchte, die mir dann etwas schwer im Magen lag (Merker fürs nächste Mal!). Nichts desto trotz brauchte ich noch etwas Energie, denn es standen noch ein paar Meter auf dem Zettel. An der Verpflegungsstation habe ich mir dann auch mein Energie-Gel gegönnt. Pünktlich mit dem nahenden Ende meiner Kräfte waren wir dann auch auf dem Frankenstein angekommen und durften rund 2 Kilometer leicht bergab ausruhen – hier ist es ganz nett gemacht, denn man läuft vom Parkplatz bergab zu einem Wendepunkt und diese Strecke dann auch wieder bergauf so dass man die anderen Läufer sehen kann. Dieses Stück lag mir sehr und auf dem Asphalt konnte war ich eher zu Hause. Ich konnte hier noch weitere Läufer einsammeln und war am Wendepunkt gut ausgeruht, um diese Strecke wieder nach oben zu kommen. Ziemlich in der Mitte kamen mir dann auch die „Early Birds Alsbach“ entgegen und kurz darauf auch Paul – vor etwa 15 Jahren sind wir diese Strecke öfter mit unserer Mountainbikegruppe gefahren. Oben angekommen, gab es noch einmal eine Verpflegung – Wasser und Iso-Getränke zur Auswahl. Und dann – ja, wer auf dem Berg ist, muss auch wieder runter. Bekannte Waldwege aus früheren Zeiten ließen teilweise richtig heftiges Tempo zu und am Ende kleinere Single-Trails weckten das alte Downhill-Fieber. Hier merkte ich, dass meine Schuhwahl genau die richtige war. Mit dem Saucauny Peregrine 7 hatte ich ultra guten Grip auch in den Kurven und sandigen Stücken. Die Strecke runter verging wie im Flug – mit Zeiten von 4:00m/km kein Wunder. Der letzte Kilometer führte dann noch etwas durch die Schrebergärten von Eberstadt bis ins Mühltalbad zurück. Endzeit: 1:18:51 (eigene Aufzeichnung fast gleich!) ergibt eine pace von 4:55m/km – eine Zeit, die ich selbst im Flachen kaum laufe. Dann aber erstmal wieder mit etwas Flüssigkeit und frischem Obst aufpuschen und ran ans Kuchenbuffett – denn: Kuchen sollst du suchen!

Summary

Toller Tag! Tolles Rennen! Ich war und bin begeistert. Viel Spaß gehabt und mich gefreut Paul, Thomas und Martin, welcher für den Lauf für mehr Zeit als Botschafter unterwegs ist,  dort getroffen zu haben. Wenn es Zeit und Körper zu lassen, bin ich hier nächstes Jahr wieder dabei! Bis zum Gesamtsieg und Streckenrekord (56:54!) wird es zwar nie reichen, aber das ist auch weniger mein Ziel. Ach ja. Zusammen mit dem Melibokuslauf bildet der Frankensteinlauf ein sogenanntes Berglaufdouble. Mal schauen, wo ich dann bei der Gesamtplatzierung lande und wie ich den #twitterlauftreff da vertreten kann.

Laufplanung 2017

Auch dieses Jahr habe ich vor wieder an dem einen oder anderen Volkslauf teilzunehmen. Hoffen wir, dass die Gesundheit mitspielt. Wenn ja, dann werdet ihr mich hier finden:

29.04.2017 : 7. DAV Skinfit FrankensteinLauf 2017 : 16km
11.06.2017 : 48. Melibokuslauf                    : 20km
05.08.2017 : 14. Fischerfestlauf 2017             : 10km (Datum noch offen!)
17.09.2017 : Jog and Rock 2017                    : Halbmarathon

Falls jemand Lust und Zeit hat mit zu Laufen, schickt mir einfach eine Nachricht oder meldet euch via Twitter / Facebook. Ich starte übrigens bei allen Läufen für den #twitterlauftreff.

Laufmonate Januar bis Juli 2016

Mit dem Monat August werde ich mir vornehmen, zumindest einmal monatlich eine kleine Zusammenfassung dessen was ich erlebt habe aufzuschreiben.

Das Jahr 2016 war ziemlich veränderungsreich. Im Januar noch sehr viel auf dem Laufband unterwegs gewesen, gegen Mai eine größere Pause eingelegt wegen starker Erkältung und zur Mitte des Jahres dann richtig Fahrt aufgenommen (Wettkampf: Melibokuslauf) mit dem Ziel #JobAndRock Halbmarathon Ende September in Bensheim.

Aber nun mal ein paar Daten:

Januar:  116km (12 Einheiten ->  9,7km Ø, Running-Index: --)
Februar: 125km (13 Einheiten ->  9,7km Ø, Running-Index: 57)
März:    162km (17 Einheiten ->  9,6km Ø, Running-Index: 58)
April:   172km (14 Einheiten -> 12,3km Ø, Running-Index: 61)
Mai:      52km ( 4 Einheiten -> 13,0km Ø, Running-Index: 61)
Juni:     71km ( 6 Einheiten -> 11,9km Ø, Running-Index: 52)
Juli:    185km (14 Einheiten -> 13,2km Ø, Running-Index: 55)

trainingsbericht_2016_01-07

Dazu kommt dann noch das Erlebnis mit meinen beiden Kleinen und dem Zwillingsjogger unterwegs sein zu können. Angefeuert von den Kids mit einem freundlichen „Hallo!“ an anderen Läufern vorbeizuziehen macht schon irgendwie Laune. Gelernt habe ich allerdings, dass ich noch etwas mehr auf meinen Körper hören muss. Die Leistungsabforderung aus 2015 – immer schneller und schneller – sowie die Steigerung der Distanz ab April haben sicherlich dazu beigetragen, dass ich fünf Wochen Pause wegen Erkältung einlegen musste. Aktuell laufe ich nicht mehr ganz so schnell (4:50 Min/km anstatt der 4:35 Min/km) bringen mich Distanzmäßig auf jeden Fall sehr viel weiter. Und dass ich das Tempo auf 10km abrufen kann, hat man am #Fischerestlauf gesehen.