Außenarbeiten Teil 2

Nachdem nun der Hof fertig war und unser neues Schmuckstück – der Kanaldeckel mit Hessenwappen – toll hervorgehoben wurde

Kanaldeckel

konnten wir auch dem zweiten Projekt die Freigabe erteilen: Das Carport! Damit die behelfsmäßige Konstruktion, die im letzten Winter meine Windscheibe vom Auto vor Eis und Schnee geschützt hat endlich durch „was richtiges“ ersetzt wird, haben wir uns an den örtlichen Zimmermann gewand. Tolle Ideen und komplette Flexibilität überzeugten uns und auch das Angebot waren in dem Rahmen, den wir uns vorgestellt hatten.

Plan Carport

Bilder vom fertigen Hof und Carport folgen demnächst, es muss erstmal Frühling werden und der Schnee weg sein…

Außenarbeiten

Bereits im Sommer 2012 war es soweit und wir haben uns auf die Suche gemacht nach einer Firma, die uns den Hof machen würde. Man sollte annehmen, dass ein Projekt dieser Größenordnung für die meisten Baufirmen attraktiv wäre und so sind wir selbstsicher mit unseren Anfragen losgezogen und haben einige Firmen angeschrieben. Drei haben sich gemeldet. Mit allen hatten wir dann auch Termine vereinbart, um die Lage vor Ort zu besprechen.
Mit der ersten Firma über MyHammer gefunden – nennen wir sie Fa. A – hatten wir etwas Probleme uns zu verständigen, da der Chef nur gebrochen deutsch sprach. Aber er war pünktlich da, schaute sich das an und wir konnten ihm auch vermitteln, wo und wie wir uns das so vorstellen. Man brauche ca. 1 Woche für die Arbeiten. Ein paar Notizen und nach 15 Minuten war er wieder weg und wir warteten auf das Angebot.
Mit der zweiten Firma – nennen wir sie Fa. B – hatten wir bereits vorher schon einmal Kontakt als für unser Hoftor ein neues Fundament gebaut werden sollte. Chef kam, hörte sich unsere Vorstellungen an, rannte mit dem Maßband von einer Ecke zur anderen und machte einen kompletten Plan des Hofes mit allen Maßen. Dann sprachen wir noch über Steine und Gefälle, Ecken und Rundungen, Abständen zum Haus und viele Dinge an die wir nicht gedacht hatten. Uns fiel Fa. A ein und überlegten uns was er sich wohl für Gedanken gemacht hatte dazu. Nun ja, Fa. B meinte dann noch, dass wir wegen Pflastersteinen am besten zu der oder der Firma gehen sollten, da sie mit ihnen zusammen arbeiten. Für die Ausführung der Arbeiten brauche man ca. 2-3 Wochen. Eine Stunde war rum und wir hatten viel zu tun. Nächster Schritt Pflaster aussuchen und dann auf Angebot warten.
Dritte Firma – nennen wir sie Fa. C – kam und redete. Durch die vielen Infos von Fa. B konnten wir konkrete Angaben machen und hörten uns an wie schwer das wäre, was dies für einen Aufwand bedeute und dass das sicher teuer wäre. Man versicherte uns aber dass sie die besten sind, sich das aber im Preis niederschlagen würde, man brauche ca. 8 Wochen. Also warteten wir auf das Angebot.

Noch während wir uns in den nächsten Wochen uns auf die Suche nach einem passenden Pflaster machten, kam das Angebot der Fa. A: 6.000,- Euro komplett inkl. Pflaster – aber welches Pflaster? Nun wir hatten mittlerweile ja eins ausgesucht und kamen hier allein auf rund 3.000,- Euro alleine für die Pflastersteine – sicher nicht, die die Fa. A für uns ausgesucht hatte. Ein paar Tage später meldete sich Fa. C und gab ihr Angebot ab: 35.000,- Euro inkl. Pflaster (das von uns gewünschte) für 6 Wochen angesetzte Arbeit mit dem Hinweis dass bei Mehrarbeit auch mehr zu zahlen sei (wurden nicht ursprünglich 8 Wochen geschätzt?). Bei Fa. B dauerte es ein wenig mit dem Angebot, wir mussten öfter nachfragen aber es kam: 18.000,- Euro inkl. Pflaster und einer großzügigen Pauschale an Stunden, die eingehalten werden.

Da standen wir nun und mussten uns entscheiden. Das haben wir auch und so kam es, dass wir nach ein paar kleinen Änderungen im September/Oktober Fa. B im Hof stehen hatten.

Bauarbeiten Hof

Selbstbau

Die ersten großen Projekte sind fertig, der Rasen benötigt nun zwar jeden Abend seine Pflege und mehrere Stunden Wasser (wann wirds mal richtig regnen?), Zeit also ein paar „Home-Improvements“ vorzunehmen:

Da wir es leid waren unsere Jacken immer irgendwo zu verteilen aber weder eine so tolle Garderobe haben wollten wie wir sie in Alsbach hatten noch wir für das was wir uns vorstellten mehrere hundert Euro ausgeben wollten, planten wir unsere eigene Kreation. Aus einigen fertigen Bretten aus dem Baumarkt sowie diversen Haken und Schrauben entstand so für rund 100,- Euro die Garderobe wie wir sie uns vorgestellt haben.

Garderobe

Als weiteres Aussenprojekt hatten wir bereits vor einigen Wochen pünktlich zum 1. Mai Grillen unsere Terasse fertig gestellt. In schweisstreibender Arbeit wurden die Randsteine in die Erde gebuddelt und zentnerweise Kies mit Schaufel und Schubkarre durch den Garten gefahren. Aber das Ergebnis kann sich erstmal sehen lassen. Im nächsten Schritt ist eine höher gelegene Terasse mit Holzdielen geplant, mal schauen, ob wir dieses Jahr noch dazu kommen.

Terasse

Eine Kreidetafel in der Küche. Etliche Stunden vergingen mit der Suche im Netz nach einer tollen Kreidetafel. Die meisten, die wir gefunden haben waren entweder zu klein oder zu teuer, konnten keine Magnete oder Pinnwandzettel halten und irgendwie passte nichts zu unseren Vorstellungen. Deshalb legten wir das Projekt auf Eis bis wir bei einer zufälligen Begegnung beim Holzzuschnitt eine Dame mit einem Fabtopf sahen (Tafellack). Darauf angesprochen erklärte sie uns, wie man das machte und gab noch ein paar Tipps mit auf den Weg. Mit allen Utensilien zu Hause angekommen, konnten wir bereits zwei Wochen später (die Farbe sollte ja richtig trocken sein) unsere Tafel an die Wand hängen – sieht gut aus und ist super praktisch!

Kreidetafel

Als nächstes steht der Haustürbereich auf dem Plan. Die ersten Gedanken und Zeichnungen sind bereits gemacht, Preise teilweise schon angefragt und nach Pfingsten wird es richtig losgehen, wir halten euch auf dem Laufenden.

Zu guter Letzt noch mal ein Blick von der Straße auf unser Häuschen von heute. Viel Spass und bis demnächst!

Haus, Hoftor, Briefkasten und alles drumherum in einem Bild

Rollrasen

Damit uns nicht langweilig wird nachdem wir im Haus nun soweit waren, ging es direkt mit den ersten Sonnenstrahlen raus an die Bekämpfung der Bauarbeiten der Tiefbauer. Rund um unser Haus verteilten sich verschieden große Erdhügel mit unterschiedlicher Beschaffenheit.

Erdhaufen Rückseite
Erdhaufen und Wüste Vorderseite

Von tollem Mutterboden bis hin zu Schluff-Lehm-Gemisch war alles vorhanden. Einen Teil des komplett unbrauchbaren Bodens hatten wir schon abtransportieren lassen. Der Rest wurde nun mit schweren Maschinen und Nachbarschaftshilfe rund ums Grundstück verteilt. Nun hatten wir zwar keine Erdhügel mehr aber dafür eine etwas bessere Ackerfläche und vor allem waren wir durch die Anhebung unseres Hauses immer noch etliche Zentimeter zu tief. Da wir uns für eine durchgehende Rasenfläche entschieden hatten, rückte auch bald der erste Anhänger mit Erde an. Die rund 6 Tonnen haben wir am ersten Samstag dann auch fleissig mit Schubkarren, Schaufeln und Rechen auf der Rückseite des Hauses verteilt und den Boden eingeebnet. Gleich die Woche drauf standen dann auch schon die Paletten mit Rollrasen (170qm) bereit und mussten gelegt werden. Ein Heidenspass für die ganze Familie.

Rollrasen Rückseite

Doch noch war der vordere Bereich mit seinen rund 500qm noch nicht ansatzweise soweit. Mit weiteren Maschinen und Fräsen beackerten wir den Boden, um dann ca. drei Wochen später mit ganz großen Geschützen und Spezialmaschinen die großen Bahnen Rollrasen auszubringen.

Verlegung Rollrasen Vorderseite in Arbeit
Verlegung Rollrasen Vorderseite fertig

Mittlerweile ist alles fertig, an der einen oder anderen Ecke fehlen noch ein paar Zentimeter Rasen aber das Gesamtbild passt. Garage, Hoftor und so weiter sind auch alle montiert und funktionsfähig. Zeit für neue Projekte!

Kaminfeuer

Seit dem Rohbau sind wieder ein paar Tage vergangen, in der Zwischenzeit waren Elektriker, Heizungsbauer und Estrichleger vor Ort gewesen und haben alles soweit vorbereitet, so dass der Bau mit Hilfe von Geräten über die Weihnachtstage trocknen konnte. Am 03. Januar 2011 war es dann soweit und die Innenausbauer rückten an. Wir waren schon gespannt, wie die drei Männer in dreieinhalb Wochen aus dem Rohbau ein bezugsfertiges Haus hinbekommen sollten, doch alle waren zuversichtlich und wir guter Hoffnung. Wir hatten auch keine andere Wahl, denn am 29. Januar stand der Umzugstermin fest. Doch je mehr die Tage vergingen, desto mehr konnte ich auch daran glauben und es klappte.

In der letzten Woche wurde dann auch noch das Schlafzimmer und die Küche geliefert. Der Kamin verspätete sich zwar etwas weil der Lagerist mit einer Staplergabel in die Scheiben unseres Kamins gefahren war, aber das war zu verkraften. Der Rest lief rund, wir waren zwar etwas überrascht, dass unsere Arbeitsplatte in der Küche nicht gleich mitgeliefert wurde, aber zwei Wochen mit einem Provisorium zu leben konnten wir auch noch verkraften.

Mitte Februar kam dann auch unser Kamin ganz und so wie wir ihn uns gewünscht hatten. Das Wetter passte auch noch, so dass wir einen ersten Test machen konnten.

Kisten hatten wir bis dahin auch schon so gut wie alle ausgepackt und die meisten Räume waren geputzt, ein erstes Lebensgefühl stellt sich ein.