Perfekte Symbiose

Frühe Phase – Die Haustierfindung

Lange hatten wir uns Gedanken gemacht, welches Haustier denn für uns das Beste wäre. Mit einem Energie-Effizienz-Haus fallen Dinge wie Katzen- oder Hundeklappen weg. Ein Haustier also was entweder den ganzen Tag draußen oder drinnen sein muss, da zwei Personen Vollzeit arbeiten. Ein großes Tier, welches irgendwo im Stall steht? Ein kleines Tier im Haus, was einen eigenen Stall hat?

Fische? Waren uns zu langweilig und laut. ;-)

Sonstige Tiere in einem Terrarium? Waren uns zu exotisch und der Pflegeaufwand vor allem was Futter anbetrifft zu hoch.

Hamster, Meerschweinchen und Co.? Zu starker Geruch in der Wohnung.

Also doch ein Hund? Was macht er den ganzen Tag, wenn er alleine draußen sein muss? Der Gedanke hat uns nicht gefallen.

Also doch eine Katze? Die Tagsüber eigentlich schlafen möchte und Nachts aktiv ist? Wie kommt sie rein oder raus? Keine gute Idee.

Tja und dann…

Wie wir aufs Huhn gekommen sind

Unsere Nachbarn hatten einen Hahn zu viel und wollten diesen abgeben. Dazu sollten wir noch einen Stall geschenkt bekommen und auch die Auswahl der ersten Generation Hennen war schnell passiert. So hatten wir binnen weniger Tage unseren Rasen mit vier Hennen und einem Hahn besiedelt.

Dass sich die Entscheidung im Laufe der Jahre immer öfter als eine der Besten herausstellt, konnten wir uns damals noch nicht so richtig vorstellen, Spaß hatten wir aber auch damals schon.

Die Symbiose – Das Huhn und das Kind

Warum bilden diese beiden eine so perfekte Symbiose? Während der ersten Monate mit unseren Zwillingen hatten wir sehr sehr wenig Zeit für ein Haustier. Ein Hund oder eine Katze hätte diese trotzdem gefordert. Unsere Hühner allerdings brauchten nicht mehr als einen, der morgens den Stall aufmacht, frisches Wasser und Futter reinstellt und Abends wieder zu macht. Einmal die Woche den Stall reinigen und zufrieden sind sie. Perfekt für diese Zeit! Mittlerweile sind die Kinder etwas größer und nehmen ihre Umgebung schon sehr gut wahr. Die Hühner vor dem Wohnzimmerfenster liefern hierbei ein wundervoll abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Besser als jeder Fernseher können die beiden zum bodentiefen Fenster rausschauen und den beiden Hähnen beim Fangen spielen zuschauen; Hennen beim Sandbaden beobachten oder verfolgen die wie Johannisbeerensträucher gerodet werden. Im zehnten Lebensmonat angekommen, essen unsere beiden mittlerweile sehr gerne am Tisch mit. Hierbei fallen oft und gerne Dinge auf den Boden oder vom Abendbrei bleibt etwas übrig. Für unsere Hühner ist das eine wundervolle Belohnung und Abwechslung: Brot, Dinkelbrei, Nudeln, Gurke, Tomate, Zucchini, Melone und auch ab und an etwas Folgemilch. Wenn wir mit dem Schüsselchen der Reste schon in den Garten kommen, stehen ganz erwartungsvoll die ersten Hennen am Zaun – allen voran Dory! Wir haben quasi kein Lebensmittel, welches bei uns im Biomüll landet.

Chicken Watch

Wenn also mal jemand nachdenkt, welches Haustier gut zu Zwillingen passt, unser Tipp: Hühner!