Treatmill mit Schuh

Dezember 2014, das Wetter wird langsam schlechter und die Luft kälter. Was also tun, wenn man nicht wie ein Michelin-Männchen durch die Gegen rennen möchte? Nun zum einen könnte man denken, dass es ja Fitness-Studios gibt, die einem im Winter die Möglichkeit bieten würden ein paar Kilometer zu laufen. Leider sind aber die günstigen Studios in der Gegend mit so wenig Laufbändern ausgestattet, dass sie einem nicht immer ein freies garantieren können – und wer will schon eine Stunde jemand anderem zusehen? Und allen Studios gemeinsam ist die Tatsache, dass es keine Monatsmitgliedschaften gibt, sondern alle auf mindestens ein Jahr ausgelegt sind. Die andere Option ist ein eigenes Laufband – wenn man genug Platz hat. Doch auch hier muss man auf einiges achten: Schaut man sich so um, gibt es viele günstige aber was diese Angebote meistens verschweigen, dass es nur für Walker oder Spaziergänger geeignet ist. Die günstigen Geräte bis 500 Euro machen in den seltenen Fällen eine 10km Jogging-Tour mit und schon gar nicht für zwei Personen direkt hintereinander.

Wir haben uns für ein Mittelklasse-No-Name-Modell entschieden, welches in einem Outlet-Store recht günstig angeboten wurde. Der Transport des 90kg Gerätes in unserem Auto war zwar etwas spannend aber der Aufbau ging gut vonstatten. Und mittlerweile sind auf dem Gerät auch schon gut 200km drauf und mit den vorgespeicherten Programmen macht es auch schon fast Spaß ne Stunde auf der Stelle zu laufen.

Dazu habe ich mir dann auch gleich noch einen neuen Schuh zugelegt. Mein treuer Vomero hat ja schon mehr als 1.000km drauf und die sieht man seiner Sohle schon ganz gut an. Beratung beim Schuhaus Lang war wieder einmal erstklassig und diesmal habe ich mir den Asics Gel FujiPro mitgenommen. Etwas leichter als mein alter aber trägt sich super fein und auch die Ergebnisse auf dem Video-Laufband waren perfekt.

Asics Gel FujiPro

Bleibt also nur noch ein Problem: Wie rechnet man die Steigung des Laufbandes um in Kilometer und Zeit? Und wie trainiert man am besten? Nun für die Umrechnung habe ich eine Seite gefunden und auch in vielen Beiträgen wird ja bereits diskutiert, dass man eine Grundsteigung von 1-2% am Laufband haben sollte, um den natürlichen Luftwiderstand zu simulieren. Problem bei meinem Laufband ist, dass es bereits eine Grundsteigung von 4% hat auch wenn es 0% anzeigt (ausgemessen mit einer Wasserwaage). Wenn dann noch 7-8% Steigung vom Programm dazu kommen, kann es recht schnell anstrengend werden. Wenn dann am Ende der 45-60 Minuten nur 6-8 km auf dem Display stehen, dann kann das in den ersten Tagen etwas frustrierend sein. Doch mit dem Hintergrund und der Umrechnung, sieht das schon viel besser aus. Alles in Allem denke ich doch eine lohnende Anschaffung und etwas aufgepimpt mit einem Tablet und ein paar Videos lässt sich auch eine Stunde auf dem Gerät gut ertragen. Der erste Lauf ohne Unterhaltung endete damit, dass ich durchs Fenster die Holzscheite des Brennholzregals alle mit Namen kannte…