Ribs Short Style

Lust auf Ribs aber keine Zeit für 3-2-1? Letzt kam bei mir eine Variante auf den Tisch, die mit mehr Temperatur und weniger Zeit auskommt aber genauso toll schmeckt! Als Rub habe ich eine 8-3-1-1 Variante verwendet und sie diesmal ein wenig „aufgespiced“:

  • 4 Teile Paprikapulver
  • 3 Teile Salz (2 Teile normales,  Teil grobes)
  • 1/2 Teil Pfeffer (grob gemahlen!)
  • 1/2 Teil Knoblauch
  • 1/2 Teil Cayennepfeffer
  • 1/2 Teil Ingwer

Wie üblich bei den Ribs das Silberhäutchen entfernen und gut mit dem Rub ummanteln. Grill vorheizen und auf eine Temperatur von rund 140-150 Grad bringen. Zwei handvoll Mesquite Räucherholz mind. 30 Minuten wässern. Und dann rauf mit den Ribs, diesmal aber nicht überlagern sondern zusehen, dass jedes frei liegt und von Hitze und Rauch erwischt wird.

Ribs grob ummantelt auf den Grill

Dann noch etwas Honig drauf und los gehts mit der ersten Runde Rauch!

Ribs mit etwas Honig bepinseln und los räuchern

Nach etwa 30 Minuten sollte die zweite Runde Rauch eingebracht werden. Dann noch gut zwei Stunden warten und die Ribs sollten langsam fertig werden. Man erkennt dies an der glänzenden Kruste, die sich jetzt gebildet haben sollte.

Ribs nach drei Stunden im Rauch und Feuer

Glänzend und mit leicht herausstehenden Knochen – fertig!

Knusprig und saftig – wenn die Menge Fleisch auf dem Knochen stimmt, die richtige Mischung!

Und nach dem Anschneiden sollte sie dann so aussehen.

Ribs kurz dem Verzehr, lange hält man das nicht aus!

Guten Appetit!

100 Pfund in zwei Jahren

Ich wurde im Laufe der letzten zwei Jahre öfter von Leuten gefragt, wie ich das mit dem Abnehmen geschafft habe.

Hast du eine Diät gemacht? – Nein, ich habe meine Ernährung umgestellt!

Nachdem ich im Juni 2012 mit 130 Kilogramm an eine Grenze gekommen bin, an der Bewegung weh tat und ich mich wirklich unwohl fühlte, kam aus meinem nähren Arbeitsumfeld ein gut gemeinter Tritt in den Hintern in die richtige Richtung. In ein paar Gesprächen hat man mir die basics kurz erklärt und wie ich mit etwas Umstellung der Ernährung runter von dieser Körpermasse kommen könnte. Das Prinzip „Paleo“ war recht simpel:

  • keine Kohlenhydrate
  • und damit kein Zucker – auch keine verstecken Zuckerarten
  • Hauptbestandteil: Fleisch & Gemüse

Für mich hörte sich das anfangs recht einfach an, die Umsetzung und vor allem die Umstellung fiel jedoch etwas schwerer als ich glaube. Und hier setzen dann auch die meisten Fragen an, wenn ich über meine Ernährungsumstellung erzähle.

Und du isst dann gar keine Brötchen, Kartoffeln, Nudeln? – Ja, auf das verzichtete ich anfangs.

Ziel war es meinem Körper wieder die Kontrolle über mein kaputtes Essverhalten zurückzugeben. Ich hatte ihn in den letzten zehn Jahren so trainiert, dass er das Sättigungs-Signal ignoriert und ich erst dann aufhöre, wenn ich keine Lust mehr habe oder der Teller/Topf leer ist. Durch Gespräche in der Mittagspause und Videobeiträge aus dem Netz habe ich gelernt, wie im groben der Körper eigentlich bei der Nahrung funktioniert bzw. funktionieren sollte. Es hat gut ein dreiviertel Jahr (hier hatte ich dann schon fast 20 Kilogramm Gewicht verloren) gedauert, bis ich mich wieder auf meinen Körper verlassen konnte und er mir rechtzeitig die Signale sendete: Satt, jetzt!

Um die Ernährung und mein Gewicht besser zu kontrollieren, habe ich mich hier auf die Hilfe einer App verlassen. Durch die Umstellung der Ernährung war es recht leicht anfangs eine Kalorienaufnahme von rund 1500 auf mittlerweile 1000 pro Tag hinzubekommen. So lernte ich auch, welche Lebensmittel bedenkenlos gegessen werden können und bei welchen ich doch eher auf die Menge achten sollte. Selbstverständlich gehört auch etwas Selbstdisziplin dazu und in der Zeit in der der Körper sich wieder selbst einstellen muss auch ein wenig Verzicht – es ist ja nicht so, dass ich nicht gerne Nudeln, Pizza oder Brot/Brötchen esse. Aktuell kann ich allerdings behaupten, dass auch dies wieder machbar ist, ungern würde ich mein Pulled Pork ohne Burgerbrötchen essen! Doch im Gegensatz zu früher bin ich mit einem satt und mit zwei überfressen.

Was ich im Laufe der Umstellung noch mitgenommen habe, sind Dinge auf die ich vorher keinen Wert gelegt habe. So muss mein Fleisch, dass ich jetzt verzehre, Geschmack haben. Hierbei setzte ich so weit es mir möglich ist auf kleine, regionale Erzeuger und kaufe direkt dort. Obst und Gemüse sind zu einem hohen Anteil saisonal und regional. Pizza und Pasta sehr selten aber wenn ich diese Kalorien zu mir nehme, dann doch bitte in bester Qualität – das muss sich dann lohnen! Und durch den jetzt wieder möglichen Sport, kann ich das gut ausgleichen. Verzichtet wird komplett auf Fertigprodukte und Nahrungsergänzungsmittel – frisch zubereiten schmeckt super und brauch kaum mehr Zeit!

79 Kilogramm im Juni 2014

79 Kilogramm im Juni 2014

130 Kilogramm im Juni 2012.

130 Kilogramm im Juni 2012.