Hühnerzucht

Die Videos sind zwar teilweise schon gut ein Jahr alt, aber dennoch möchte ich sie hier nicht vorenthalten.

2012 hatten wir uns dazu entschlossen den natürlichen Trieb zur Reproduktion nachzugeben und haben unseren Hennen, nachdem wir sie aus dem Hauptstall in einen ruhigen Gluckenstall umgesetzt hatten, 12 Eier untergelegt. Von den vierzehn waren zwölf befruchtet. Eines davon ist aber leider zwei Nächte vor dem eigentlichen Schlupftermin schon aufgepickt gewesen. Der Anblick einer „zuckenden Masse“ war nicht schön, gehört wohl aber zum Züchterleben dazu. Acht der übrigen elf Eier schlüpften auch ziemlich pünktlich und wir haben diese aufgrund der kalten Temperaturen zu uns ins Haus mit einer der beiden Glucken geholt. Die andere haben wir mit den restlichen drei Eiern weiter sitzen lassen. Zwei davon schienen recht bald nachgeschlüpft zu sein, denn als wir zwei Stunden später wieder schauten, lagen diese halbtot und von der Glucke rausgeworfen neben dem Nest. Dramatische Momente spielten sich ab, einerseits auf der Suche nach einer Wärmelampe, andererseits die kalten fast regungslosen Körper aufwärmen. So hatte ich die beiden 19 Gramm leichten Küken gut 15 Minuten in meinen Händen und wärme sie so auf, dass sie schon fast den Kopf wieder heben konnten. Im Haus unter der mittlerweile installierten Wärmelampe kamen sie dann innerhalb von gut einer Stunde „back to life“. Mittlerweile war es spät abends und wir entschlossen uns die Glucke mit ihrem letzten Ei, bei dem wir keine Hoffnung mehr hatten, auch in die Wohnung zu holen. Wärmelampe an und auf entsprechende Höhe gesetzt, Glucken und Küken runter und dann Nachwache gehalten. Gegen drei Uhr Nachts kam zu aller Überraschung dann doch noch ein komplett weißes Küken zur Welt (normalerweise sind die Küken richtig gelb). Auf den Videos kann man bei genauem Hinschauen die kleine weiße Khaleesi sehen…

Hier bereits in paar Wochen alt…

Und hier schon in die Freiheit entlassen nach einigen Wochen…

Und hier schon fast ein Jahr alt…

Sommerprojekte gehen voran

Letzte Woche hatte ich ein paar freie Tage und das Wetter sollte auch toll werden. Zeit sich um die ersten Sommerprojekte zu kümmern. In groben Zügen wurde ja bereits der Weg hinter dem Blumenbeet geplant: „Aja, wir machen da ein paar Randsteine hin und dann Gehwegplatten und ein wenig Kies zur Hauswand…“ – Gesagt getan. Mit Zollstock bewaffnet ging es ans ausmessen:

  • 10cm Abstand von Haus zur Gehwegplatte für die Kiesschüttung
  • 5cm Randstein 5x15x50
  • 40cm Gehwegplatte auf sechs Meter Länge (mehr als zur Heizung sollte es nicht werden)
  • 5cm Randstein 5x15x50
  • Fertigmörtel, der noch zu Hause rumlag

Stift, Zettel – gemessen und gerechnet und ab zum Baumarkt des Vertrauens. Nachdem ich dann nun die ersten Platten und Randsteine gesetzt hatte, merkte ich dass es mit den doppelten Randsteinen um die Gehwegplatten nicht so toll aussah und ich entschied spontan nur eine Reihe zu setzen. Damit hatte ich dann aber plötzlich mehr und was macht man dann? Richtig, man zieht den Gehweg einfach komplett über die gesamte Hausbreite durch. Am ersten Tag richtig früh angefangen und erstmal die Sünden der letzten zwei Jahre entfernt: Rindenmulch, Gras und ein wenig Kies. Alles fein sortiert und teilweise direkt entsorgt konnte ich dann mit dem Setzen der Randsteine anfangen und gegen Abend sah es dann so aus:

Gehweg Blumenbeet Vorbereitung

Gehweg Blumenbeet Vorbereitung

Am nächsten Tag war der Mörtel zwar schon gut ausgetrocknet, allerdings wartete noch eine Aufräumaktion auf mich, die etwas länger dauerte als gedacht. Das Gras welches sich mit dem Rindenmulch auf den letzten Metern vermischt hatte war sehr gut angewachsen und wehrte sich ziemlich heftig… Am dritten Tag war es dann soweit und wir konnten nach einigen Telefonaten, wo man den am besten Split zur Verlegung der Platten herbekommen kann, endlich den LKW satteln und einen halben Kubikmeter kaufen. Die Preise variierten hier doch gewaltig: 40,- Euro bei Selbstabholung bei einer Baufirma, 210,- Euro im Baumarkt (750 kg in 25kg Säcken a 7 Euro) und 19,- Euro bei Selbstabholung beim örtlichen Baubedarfslieferanten für Tiefarbeiten. Hinfahren, LKW leerwiegen, Schaufel schnappen und 750kg Split aufschaufen, LKW wiegen, zahlen und nach Hause. Dort Schaufel schnappen, Split in Eimer und Schubkarren füllen und an den richtigen Stellen verteilen. Feierabend! Wochenende und erneute Besuch beim Baumarkt, um die restlichen Gehwegplatten, Drainageflies und Sommerprojekt 2 zu kaufen. Zu Hause angekommen, Split fein abziehen, Platten auflegen – teilweise zurechtschneiden – restlichen Split in Seite füllen: fertig!

Gehweg Blumenbeet Fertig

Gehweg Blumenbeet Fertig

Noch etwas grauen Sand in die Fugen kehren und Abends ab zu Freunden Grillen, herrlich!

Bauprojekte für den Sommer

Da nun unser großes Ereignis hinter uns und der Sommer mit all seinen schönen Tagen vor uns liegt, ist es an der Zeit sich Gedanken über die Projekte zu machen.

Als erstes und einfachstes dürfte wohl ein Regenwassertank anstehen. Die Wahl ist hier auf den von OBI gefallen, der uns in Form und Funktion überzeugt hat. Die Aufstellung dürfte laut Beschreibung nicht allzu schwer sein, so dass dies vermutlich mit Abholen und Aufstellen erledigt sein dürfte. Mal schauen, ob wir hier auch entsprechend weniger Abwasser für versiegelte Fläche bezahlen dürfen, da wir immerhin die Hälfte des Daches in diesen Tank leiten werden. Ich werde berichten.

Das zweite Projekt hat zumindest in der Materialbeschaffung schon begonnen. Hinter dem Blumenbeet soll der Trampelpfad aus Rindenmulch durch einen ordentlich Weg von Gehwegplatten und Kiesschüttungen zum Haus hin ersetzt werden. Start des ganzen ist – wenn das Wetter mitspielt – übermorgen. Dann heißt es Schnüre spannen, messen, korrigieren und schlussendlich betonieren. Ich freu mich schon drauf!

Tja und dann steht da noch ein Gartenhäuschen an, welches wir an die Garage als Verlängerung anbinden wollen. Hier sind wir aber zur Zeit noch noch der Findungs- und Entscheidungsphase, Selber machen (Ja!!!) oder kaufen… Bisher konnte ich nur Vorteile fürs selber machen finden, günstiger, flexibler und mehr Spass. Nun, das einzige was dagegen sprechen könnte, wäre die Unsicherheit, ob meine Baupläne und Zeichnungen so stimmen und ich mich nicht verrechnet habe. Aber was bei einem Hühner-Freigehege funktioniert hat, dürfte bei einem kleinen Gartenhäuschen bestimmt auch klappen. Und so in etwa wird es dann wohl aussehen: .